Manchmal ist mein Alltag das reinste Abenteuer.
Gestern hatte ich einen Termin, zu dem ich mit dem öffentlichen Nahverkehr unterwegs war. Das erste Mal auf diesem unbekannten Wege. Also zuerst einmal am Vortag beim RMV nachschauen: Wie komme ich da hin? Und zwar so, dass ich meinen Termin gut schaffe.
Die erste Überraschung: Termin und Fahrzeiten passen gar nicht zusammen!
Also gut, dann nehme ich die nächst mögliche Verbindung, sagte ich mir.
Als ich am Morgen aus dem Fenster schaute, schneite es gerade einen dünnen weißen Vorhang direkt vor meinen Augen.
Mein Termin war um 11:15 Uhr am gestrigen Vormittag. Mit der dazu passenden S-Bahn fuhr ich um 9:48 Uhr eine Station weit, um dann in den Bus umzusteigen. Aus der S-Bahn ausgestiegen ging es eine Treppe hoch, über eine Brücke, unter mir die Gleise. Dann eine Treppe wieder hinunter, den Gehweg entlang bis zur Bushaltestelle. Der Bus wartete bereits auf die Fahrgäste an seiner Endhaltestelle. Mit mir stiegen noch drei weitere Passagiere in den leeren Bus ein.
"Halten Sie in der Fondtstraße vor der Kirche?" fragte ich den Busfahrer.
Dort wollte ich aussteigen und ich wusste, dass es eine Haltestelle direkt vor der Kirche geben musste. Ob das die Haltestelle war, an der auch mein Bus hielt? Von dort hatte ich es nicht mehr weit.
"Das weiß ich doch nicht. Fondtstraße ist Endhaltestelle", war seine Antwort.
In welcher Strasse der Bus seine Endhaltestelle hatte, war mir klar, stand es doch deutlich lesbar draußen am Bus, aber war seine Endhaltestelle auch meine gewünschte Haltestelle? Die Fondtstraße ist lang, das hatte ich schon auf dem Stadtplan gesehen. Wo die für mich gewünschte Haltestelle in dieser Straße war, konnte ich dem Stadtplan allerdings nicht entnehmen. Ich hatte beim RMV nur Fondtstraße eingegeben in der Hoffnung, das es sich um die Haltestelle handelte, an der ich aussteigen wollte. Genaueres wusste ich nicht.
Ich setzte mich erst einmal auf einen Platz am Fenster und schaute auf das Schneetreiben nach draußen, holte meinen Schirm aus meiner Tasche und lehnte mich zurück. Der Bus fuhr los und ich dachte nach.
Vielleicht hing im Bus ja ein Streckenplan aus, dem ich mehr entnehmen konnte als den Worten des Fahrers? Ich schaute mich um, stand auf und betrachtete die schmalen Papiere, die in einem Plastikkasten am Fenster steckten. Schade, nur Reklame mit der ich nichts anfangen konnte.
Dann hieß es wohl sich in Geduld üben und abwarten wohin der Bus mich bringen würde. Schließlich fuhr er in die Fondtstraße. Er fuhr und fuhr und auf einmal kam die Kirche ins Blickfeld. Ich atmete auf.
Ja, da will ich aussteigen, dachte ich.
Und siehe da, es war die Endhaltestelle von der der Busfahrer gesprochen hatte und da war die Kirche, die ich gemeint hatte. Allerdings hielt der Bus nicht direkt vor der Kirche, sondern zwei Meter dahinter. Auch gut, dachte ich und stieg aus. Ich war da, wo ich hinwollte.
Unter meinem Schirm gut vor den dicht fallenden Schneeflocken geschützt machte ich mich auf zur gegenüberliegenden Haltestelle, um mal nachzusehen, wie häufig der Bus fuhr, damit ich nachher nicht so lange hier im Freien stehen und warten und frieren würde. Wie lange mein Termin dauerte, war für mich nicht abzusehen.
Dieser Bus kam zweimal in der Stunde hier vorbei, um die Mittagszeit allerdings nur ein mal pro Stunde.
Ich kramte Zettel und Stift aus meiner Tasche und begann, mir die relevanten Fahrzeiten zu notieren.
"Entschuldigung".
Ich schaute auf. Einer der Fahrgäste aus dem Bus stand hinter mir.
"Ich will nur mal schnell ein Foto machen. Ich fotografiere jetzt immer alles."
Er hielt sein Handy direkt vor den Fahrplan und es machte klick, alles abfotografiert.
"Mach ich jetzt immer", wiederholte er noch einmal, lächelte, drehte sich um und verschwand in der nächsten Seitenstraße.
Auch eine gute Idee, dachte ich bei mir und steckte meinen Zettel mit dem Abgeschriebenen zurück in die Tasche.
Es war jetzt 10:15 Uhr.
Der nächste Bus, den ich von zu Hause aus hierher hätte nehmen können, würde erst um 11:35 Uhr hier ankommen.
Ich machte mich auf den Weg. Ein Stück die Straße zurück, über den Fußgängerüberweg mit Ampelregelung zum nächsten Cafe.
An einem Cappuccino, vor mir auf dem kleinen Tischchen in der Ecke des Cafes, wärmte ich mir meine kalten Finger.
"Nicht viel los Heute. Es ist auch draußen Heute so ruhig", meinte die Bedienung.
Ein älterer Herr betrat den Verkaufsraum, um seine vorbestellten Brötchen abzuholen.
"Und noch ein Stück von dem Pflaumenstreusselkuchen hier", bestellte er.
"Das ist Kirschstreussel."
"Aha, dann Kirsch!"
Nun war meine Zeit gekommen. Ich stellte die leere Tasse auf den Tresen zurück und machte mich auf, meinen Termin wahrzunehmen.
Wieder zurück an der Bushaltestelle hatte ich mir meine Zeit so einteilen können, dass ich nur 10 Minuten wartete. Mit mir stieg noch ein Schüler ein, der dieselbe Strecke fuhr wie ich. Wir beide blieben ganz allein im Bus, bis wir gemeinsam ausstiegen.
Um 12:40 Uhr war ich wieder zu Hause und hatte mein Abenteuer bestanden.
Mittwoch, 9. März 2016
Donnerstag, 18. Februar 2016
18. Februar 2016 Fastenzeit
Seit Aschermittwoch (in diesem Jahr am 10. Februar) begann für Christen und all die Menschen, die sich diesem Fasten anschließen möchten, die Fastenzeit. Der Aschermittwoch beendet die Faschingszeit und das Fasten stimmt auf das bevorstehende Osterfest ein. Dieser alte christliche Brauch dauert 40 Tage und endet Ostern, am Karsamstag (28. März).
Vierzig Tage lang soll auf Genußmittel wie Süßigkeiten, Alkohol, aufs Rauchen verzichtet werden. Streng Gläubige essen in dieser Zeit kaum "Tierisches". Das heißt auch keine Nudeln, die unter Verwendung von Eiern hergestellt worden sind.
Abgesehen vom Verzicht auf Genußmittel und tierischen Erzeugnisse gibt es viele Ideen, auf etwas zu verzichten. Ich habe einmal in dieser Zeit aufs Fernsehen verzichtet. Das war die spannenteste Fastenzeit, die ich eingehalten habe. Ich hörte Radio und entdeckte neue Sender, nie gehörte Sendungen mit interessanten Reportagen und Hörspielen. Geblieben davon ist in meinem Alltag ein Sender, den ich jetzt regelmäßig einschalte.
Meine Freundin verzichtet dieses Jahr für 40 Tage auf ihre Facebook Nachrichten.
Ich habe mir in diesem Jahr vorgenommen, auf Wurst und Wurstwaren zu verzichten und meinen Fleischkonsum stark einzuschränken. Ich gestalte die Tag täglichen Essen phantasievoller als sonst, probiere neue Gerichte aus, aber ich vermisse heiße Würstchen..
Meine erste Fastenzeit begann in dem Jahr, in dem ich das Büro mit einer Christin, die einer orthodoxen Kirche angehört, teilte. Wir frühstückten immer gemeinsam und eines Tages brachte sie ein anderes Essen, als das Gewohnte, mit. Natürlich machte mich das neugierig. Wieso aß sie plötzlich etwas anderes?
"Es ist doch Fastenzeit", sagte sie.
Und dann brachte sie mir ihre Gedanken nahe. Die Fastenzeit hat ihre Wurzeln in Erinnerung an Moses und den Erlöser, die in der Wüste 40 Tage fasteten. In der Fastenzeit war meine Kollegin öfter als sonst in ihrer Kirche zu besonderen, nur in dieser Zeit stattfindenden, Gottesdiensten. Ihre Fastenzeit betrug allerdings 48 Tage.
Ich dachte bei mir: Wie kann ich Wust-und Schinkenbrote in ihrer Gegenwart essen, wenn sie darauf verzichtete? Das wollte ich nicht und etwas neues beim Frühstück zu probieren, erschien mir die bessere Idee zu sein.
Ein Brotaufstrich aus Linsen auf Vollkornbrot wurde zu unserem absolutem Lieblingsfrühstück:
150 gr. Tellerlinsen, in Gemüsebrühe (oder Wasser) weich kochen,
pürieren
2 EL Schnittlauch fein gehackt
1/2 TL Zitronensaft
etwas Kümmel, etwas Olivenöl
Salz, Pfeffer
alles mit den pürierten Linsen vermischen,
noch etwas Sojasauce oder Joghurt oder zerdrückten Knoblauch dazu, je nach Geschmack
Sie kochte jeden Abend und hatte am anderen Morgen die leckersten Salate dabei. Ich fühlte mich verwöhnt und reich beschenkt von ihr.
Wenn ich für unser Frühstück am nächsten Tag zu Hause etwas vorbereitete, fragte ich sie oft vorher:
"Was kann ich an Zutaten hinein tun, was darfst Du essen?"
Das war manchmal eine Herausforderung für mich, das Gericht so anzupassen, daß sie davon aß. Ich habe die Herausforderung gerne angenommen und mit Begeisterung gemeistert. Bei unserem Linsen Brotaufstrich lies ich z. Bsp. einfach das Olivenöl weg.
In dem Jahr berührten unsere Frühstücksgespräche mehr und mehr grundsätzliche Fragen unseres Alltags.
Sind wir zufrieden mit unseren Leben?
Was ist darin zu viel, was zu wenig?
Was geschieht durch das Fasten in unserem Alltag?
Ich denke noch oft daran, wie viel Nähe zwischen uns entstand. Im Jahr darauf beendete sie ihre Doktorarbeit, bestand all ihre Prüfungen. Sie verlies das Institut, um eine neue Stelle anzutreten.
Für mich bedeutet die Fastenzeit, daß ich einmal aus dem Gewohnten aussteige. Etwas für eine kürzere Zeit anders mache als sonst, neue Erfahrungen machen kann.
Was passiert eigentlich mit mir, wenn ich auf lieb gewordenen Essensverhalten verzichte?
Was mache ich, wenn der Fernseher dunkel bleibt?
Keine Schokolade - geht das?
Vierzig Tage lang soll auf Genußmittel wie Süßigkeiten, Alkohol, aufs Rauchen verzichtet werden. Streng Gläubige essen in dieser Zeit kaum "Tierisches". Das heißt auch keine Nudeln, die unter Verwendung von Eiern hergestellt worden sind.
Abgesehen vom Verzicht auf Genußmittel und tierischen Erzeugnisse gibt es viele Ideen, auf etwas zu verzichten. Ich habe einmal in dieser Zeit aufs Fernsehen verzichtet. Das war die spannenteste Fastenzeit, die ich eingehalten habe. Ich hörte Radio und entdeckte neue Sender, nie gehörte Sendungen mit interessanten Reportagen und Hörspielen. Geblieben davon ist in meinem Alltag ein Sender, den ich jetzt regelmäßig einschalte.
Meine Freundin verzichtet dieses Jahr für 40 Tage auf ihre Facebook Nachrichten.
Ich habe mir in diesem Jahr vorgenommen, auf Wurst und Wurstwaren zu verzichten und meinen Fleischkonsum stark einzuschränken. Ich gestalte die Tag täglichen Essen phantasievoller als sonst, probiere neue Gerichte aus, aber ich vermisse heiße Würstchen..
Meine erste Fastenzeit begann in dem Jahr, in dem ich das Büro mit einer Christin, die einer orthodoxen Kirche angehört, teilte. Wir frühstückten immer gemeinsam und eines Tages brachte sie ein anderes Essen, als das Gewohnte, mit. Natürlich machte mich das neugierig. Wieso aß sie plötzlich etwas anderes?
"Es ist doch Fastenzeit", sagte sie.
Und dann brachte sie mir ihre Gedanken nahe. Die Fastenzeit hat ihre Wurzeln in Erinnerung an Moses und den Erlöser, die in der Wüste 40 Tage fasteten. In der Fastenzeit war meine Kollegin öfter als sonst in ihrer Kirche zu besonderen, nur in dieser Zeit stattfindenden, Gottesdiensten. Ihre Fastenzeit betrug allerdings 48 Tage.
Ich dachte bei mir: Wie kann ich Wust-und Schinkenbrote in ihrer Gegenwart essen, wenn sie darauf verzichtete? Das wollte ich nicht und etwas neues beim Frühstück zu probieren, erschien mir die bessere Idee zu sein.
Ein Brotaufstrich aus Linsen auf Vollkornbrot wurde zu unserem absolutem Lieblingsfrühstück:
150 gr. Tellerlinsen, in Gemüsebrühe (oder Wasser) weich kochen,
pürieren
2 EL Schnittlauch fein gehackt
1/2 TL Zitronensaft
etwas Kümmel, etwas Olivenöl
Salz, Pfeffer
alles mit den pürierten Linsen vermischen,
noch etwas Sojasauce oder Joghurt oder zerdrückten Knoblauch dazu, je nach Geschmack
Sie kochte jeden Abend und hatte am anderen Morgen die leckersten Salate dabei. Ich fühlte mich verwöhnt und reich beschenkt von ihr.
Wenn ich für unser Frühstück am nächsten Tag zu Hause etwas vorbereitete, fragte ich sie oft vorher:
"Was kann ich an Zutaten hinein tun, was darfst Du essen?"
Das war manchmal eine Herausforderung für mich, das Gericht so anzupassen, daß sie davon aß. Ich habe die Herausforderung gerne angenommen und mit Begeisterung gemeistert. Bei unserem Linsen Brotaufstrich lies ich z. Bsp. einfach das Olivenöl weg.
In dem Jahr berührten unsere Frühstücksgespräche mehr und mehr grundsätzliche Fragen unseres Alltags.
Sind wir zufrieden mit unseren Leben?
Was ist darin zu viel, was zu wenig?
Was geschieht durch das Fasten in unserem Alltag?
Ich denke noch oft daran, wie viel Nähe zwischen uns entstand. Im Jahr darauf beendete sie ihre Doktorarbeit, bestand all ihre Prüfungen. Sie verlies das Institut, um eine neue Stelle anzutreten.
Für mich bedeutet die Fastenzeit, daß ich einmal aus dem Gewohnten aussteige. Etwas für eine kürzere Zeit anders mache als sonst, neue Erfahrungen machen kann.
Was passiert eigentlich mit mir, wenn ich auf lieb gewordenen Essensverhalten verzichte?
Was mache ich, wenn der Fernseher dunkel bleibt?
Keine Schokolade - geht das?
Sonntag, 14. Februar 2016
14. Februar 2016 - Der Tag der Liebenden
Heute am 14. Februar ist Valentinstag.
Das sehe ich seit Wochen überall in der Stadt. Herzen und Herzchen so weit das Auge reicht. Da flattern sie, aufgereiht an langen Bändern, in der Luft. Geschenkkartons von allerlei Größen sind mit ihnen bedruckt. Sie liegen als herzförmige Schachteln, Dosen oder einfach nur so, aus vielfältigen Materialien, in den Auslagen, den Regalen und auf den Verkaufstischen der Läden und Kaufhäuser. Ich sah sie in den vergangenen Tagen in Boutiquen, Parfümerien, Blumenläden, ja sogar auf den Tischen der Markstände, die Herzchen Geschenke, Geschenke, Geschenke, Geschenke.
Und heute Morgen lag ein großes, rotes, leuchtendes Herz, prall gefüllt mit Süßigkeiten, auf meinem Platz am Frühstückstisch.
Dieser Tag wird in Deutschland erst nach dem Ende des 2. Weltkrieges, seit den fünfziger Jahren, gefeiert. Er kam durch US-Soldaten nach Deutschland. Den ersten Valentinsball gab es 1950 in Nürnberg.
Samuel Pepys soll der Urheber des Schickens von Karten mit Blumenbildern und Gedichten zum Valentinstag sein. Er soll am 14. Februar 1667 seiner Gattin auf hellblauem Papier mit goldenen Initialen einen Liebesbrief geschrieben haben, woraufhin sie ihm begeistert einen Blumenstrauß schickte.
Auf ein Gedicht von Geoffrey Chaucer "Parlament der Vögel" (Parlement of Foul-e-y-s) könnte im angelsächsischen Bereich ebenso die große Beliebtheit des Datums zurückzuführen sein. Das Gedicht wurde vermutlich aus Anlass einer Valentinsfeier am Hofe König Richard II. 1383 fertiggestellt und erstmalig an diesem Tage öffentlich vorgetragen.
Shakespeare lässt seine Ophelia im "Hamlet" sagen: "To be your Valentine".
Dem Brauchtum nach geht dieser Tag auf einen oder mehrere christliche Märtyrer zurück. Genannt werden in diesem Zusammenhang Valentin von Terni, Valentin von Viterbo oder Valentin, Bischof aus Rätien. Die beiden Erstgenannten sollen das Martyrium durch Enthaupten erlitten haben.
Valentin von Terni war im 3. Jahrhundert n.Chr. Bischof von Interamna, den heutigen Terni in Umbrien. Er soll als Priester Liebespaare (vor allem Soldaten) trotz des Verbots durch Kaiser Claudius II nach christlichem Ritus getraut haben und dafür am 14. Februar 269 hingerichtet worden sein. Etwa 100 Jahre später wurde er heilig gesprochen. Er soll auch ein leidenschaftlicher Gärtner gewesen sein. Verliebten Paaren, die an seinem Garten vorbeigingen, soll er eine Blume geschenkt haben.
Valentin von Viterbo war auch als Priester tätig. Er erlitt gemeinsam mit seinem Diakon Hilarius unter Kaiser Maximian den Märtyrertod. Der Legende nach fanden drei Christen seinen Leichnam, die ihn an der zur Adria führenden Via Flaminia bestatteten. Für dessen Verehrung lassen sich seit dem 8. Jahrhundert Zeugnisse finden.
Im 5. Jahrhundert war der 7. Januar dem Valentin, Bischof in Rätien, zugedacht.
Vielleicht ist ja das Fest für die römische Göttin Juno der Ursprung des Valentinstages? Sie war die Schützerin von Ehe und Familie. Sie soll als Ratgeberin der Frauen durch ein Liebesorakel für die richtige Partnerwahl gesorgt haben. Ihr zu Ehren wurden am 14. Februar Blumenopfer dargebracht.
Die Kirche feierte seit Anfang des 5. Jahrhunderts am 14. Februar das Fest zur Darstellung des Herrn (Maria Lichtmess). Laut mosaischem Gesetz musste ein Neugeborener nach vierzig Tagen in den Tempel gebracht werden. Da Weihnachten damals am 6. Februar gefeiert wurde, fiel der 40. Tag nach der Geburt auf den 14. Februar. Der Gedenktag wurde von Papst Gelasius I. im Jahr 469 für die ganze Kirche eingeführt, 1969 allerdings aus dem römischen Generalkalender gestrichen.
Im Mittelalter galt dieser Tag auch als Unglückstag. So sollten Reiche und schlechte Menschen an diesem Tag sterben, falls des donnerte.
Im Spätmittelalter wurde der Tag als Lostag begannen (Lostage = Tage die über die Wetterverhältnisse der folgenden Wochen und Monate Auskunft geben sollten). Den Tag nannte man auch "Vielliebchentag". Der Überlieferung nach würde der erste ledige Mann, bzw. ledige Frau, der man an diesem Tage begegnete der spätere Ehepartner werden.
Bei Tanzveranstaltungen wurden die Tanzpartner per Los ermittelt oder ein Mann und eine Frau wurden als "Valentin" und "Valentina" per Los für einen Tag lang verkuppelt. Manche dieser Paare sollen ein Leben lang zusammen sehr glücklich gewesen sein.
Als Brauch gilt ebenso, gemeinsam eine Zwillingsfrucht, eine süße Mandel oder ähnliches zu verspeisen.
Der Valentinstag ist in Europa, den USA, Brasilien, Japan, Südkorea, Taiwan, Süd-Afrika und in China bekannt.
In Saudi Arabien steht der Valentinstag auf der Verbotsliste des Islamischen Rechts.
Verbringen wir diesen Tag mit großen und kleinen Herzen, mit Blumensträußen und dem besten Geschenk, das man geben kann, einem Tag zusammen mit der Liebe.
Quellen:
www.Wikipedia
brauchwiki.de/Valentinstag, Focus-Wissen
Das sehe ich seit Wochen überall in der Stadt. Herzen und Herzchen so weit das Auge reicht. Da flattern sie, aufgereiht an langen Bändern, in der Luft. Geschenkkartons von allerlei Größen sind mit ihnen bedruckt. Sie liegen als herzförmige Schachteln, Dosen oder einfach nur so, aus vielfältigen Materialien, in den Auslagen, den Regalen und auf den Verkaufstischen der Läden und Kaufhäuser. Ich sah sie in den vergangenen Tagen in Boutiquen, Parfümerien, Blumenläden, ja sogar auf den Tischen der Markstände, die Herzchen Geschenke, Geschenke, Geschenke, Geschenke.
Und heute Morgen lag ein großes, rotes, leuchtendes Herz, prall gefüllt mit Süßigkeiten, auf meinem Platz am Frühstückstisch.
Dieser Tag wird in Deutschland erst nach dem Ende des 2. Weltkrieges, seit den fünfziger Jahren, gefeiert. Er kam durch US-Soldaten nach Deutschland. Den ersten Valentinsball gab es 1950 in Nürnberg.
Samuel Pepys soll der Urheber des Schickens von Karten mit Blumenbildern und Gedichten zum Valentinstag sein. Er soll am 14. Februar 1667 seiner Gattin auf hellblauem Papier mit goldenen Initialen einen Liebesbrief geschrieben haben, woraufhin sie ihm begeistert einen Blumenstrauß schickte.
Auf ein Gedicht von Geoffrey Chaucer "Parlament der Vögel" (Parlement of Foul-e-y-s) könnte im angelsächsischen Bereich ebenso die große Beliebtheit des Datums zurückzuführen sein. Das Gedicht wurde vermutlich aus Anlass einer Valentinsfeier am Hofe König Richard II. 1383 fertiggestellt und erstmalig an diesem Tage öffentlich vorgetragen.
Shakespeare lässt seine Ophelia im "Hamlet" sagen: "To be your Valentine".
Dem Brauchtum nach geht dieser Tag auf einen oder mehrere christliche Märtyrer zurück. Genannt werden in diesem Zusammenhang Valentin von Terni, Valentin von Viterbo oder Valentin, Bischof aus Rätien. Die beiden Erstgenannten sollen das Martyrium durch Enthaupten erlitten haben.
Valentin von Terni war im 3. Jahrhundert n.Chr. Bischof von Interamna, den heutigen Terni in Umbrien. Er soll als Priester Liebespaare (vor allem Soldaten) trotz des Verbots durch Kaiser Claudius II nach christlichem Ritus getraut haben und dafür am 14. Februar 269 hingerichtet worden sein. Etwa 100 Jahre später wurde er heilig gesprochen. Er soll auch ein leidenschaftlicher Gärtner gewesen sein. Verliebten Paaren, die an seinem Garten vorbeigingen, soll er eine Blume geschenkt haben.
Valentin von Viterbo war auch als Priester tätig. Er erlitt gemeinsam mit seinem Diakon Hilarius unter Kaiser Maximian den Märtyrertod. Der Legende nach fanden drei Christen seinen Leichnam, die ihn an der zur Adria führenden Via Flaminia bestatteten. Für dessen Verehrung lassen sich seit dem 8. Jahrhundert Zeugnisse finden.
Im 5. Jahrhundert war der 7. Januar dem Valentin, Bischof in Rätien, zugedacht.
Vielleicht ist ja das Fest für die römische Göttin Juno der Ursprung des Valentinstages? Sie war die Schützerin von Ehe und Familie. Sie soll als Ratgeberin der Frauen durch ein Liebesorakel für die richtige Partnerwahl gesorgt haben. Ihr zu Ehren wurden am 14. Februar Blumenopfer dargebracht.
Die Kirche feierte seit Anfang des 5. Jahrhunderts am 14. Februar das Fest zur Darstellung des Herrn (Maria Lichtmess). Laut mosaischem Gesetz musste ein Neugeborener nach vierzig Tagen in den Tempel gebracht werden. Da Weihnachten damals am 6. Februar gefeiert wurde, fiel der 40. Tag nach der Geburt auf den 14. Februar. Der Gedenktag wurde von Papst Gelasius I. im Jahr 469 für die ganze Kirche eingeführt, 1969 allerdings aus dem römischen Generalkalender gestrichen.
Im Mittelalter galt dieser Tag auch als Unglückstag. So sollten Reiche und schlechte Menschen an diesem Tag sterben, falls des donnerte.
Im Spätmittelalter wurde der Tag als Lostag begannen (Lostage = Tage die über die Wetterverhältnisse der folgenden Wochen und Monate Auskunft geben sollten). Den Tag nannte man auch "Vielliebchentag". Der Überlieferung nach würde der erste ledige Mann, bzw. ledige Frau, der man an diesem Tage begegnete der spätere Ehepartner werden.
Bei Tanzveranstaltungen wurden die Tanzpartner per Los ermittelt oder ein Mann und eine Frau wurden als "Valentin" und "Valentina" per Los für einen Tag lang verkuppelt. Manche dieser Paare sollen ein Leben lang zusammen sehr glücklich gewesen sein.
Als Brauch gilt ebenso, gemeinsam eine Zwillingsfrucht, eine süße Mandel oder ähnliches zu verspeisen.
Der Valentinstag ist in Europa, den USA, Brasilien, Japan, Südkorea, Taiwan, Süd-Afrika und in China bekannt.
In Saudi Arabien steht der Valentinstag auf der Verbotsliste des Islamischen Rechts.
Verbringen wir diesen Tag mit großen und kleinen Herzen, mit Blumensträußen und dem besten Geschenk, das man geben kann, einem Tag zusammen mit der Liebe.
Quellen:
www.Wikipedia
brauchwiki.de/Valentinstag, Focus-Wissen
Sonntag, 7. Februar 2016
7. Februar 2016 Fastnacht - Schwellköppe in Frankfurt
Karneval? Fasching? Fastnacht?
In Frankfurt am Main heißt diese Zeit Fastnacht und am Sonntag vor Rosenmontag lockt die Stadt mit ihrem Großen Fastnachtszug. In diesem Jahr auch mich. Bei Nieselregen und + 9°C sicher nicht das beste Wetter. Wetterfest sollte man allerdings sein, wenn man sich um diese Jahreszeit zu einem der vielen Umzüge, nicht nur in Hessen, aufmacht. Der Straßenkarneval hat begonnen, da lacht der Hesse, da spielt die Musik und das Volk möchte Knolle. Die gibt es reichlich, meine mitgebrachte Tüte füllt sich schnell. Meine Finger sind binnen kurzer Zeit nass und kalt, aber angesichts der Süßigkeiten, die mir entgegen geworfen wurden, vergesse ich doch glatt den Nieselregen, der auch noch auf mich herabfällt.
Cheerleader tanzen vorbei, Struwwelpeter und Suppenkasper fahren auf ihrem eigenen Motivwagen im Fastnachtszug mit.
Und dann kommen sie, die Schwellköppe. Ihretwegen bin ich gekommen, sie will ich mir einmal ganz aus der Nähe ansehen. Es handelt sich um riesige Köpfe aus Pappmaschee, die durch die Straßen getragen werden. So ein "Kopp" kann bis zu 25 Kilogramm wiegen und ist in seiner Herstellung nicht billig. Da braucht es schon viel Fastnachtslust, um nicht "schlapp zu machen".
Der Zug startet um 12:11 Uhr Frankfurter Ortszeit an der Untermainbrücke in Richtung Goetheplatz, dann heißt es wieder für alle Närrinnen und Narren: Frankfurt Helau, Helau, Helau! Weiter bewegt sich der Zug von dort zum Liebfrauenberg, Römerberg und endet am Eisernen Steg. Unser bevorzugter Platz ist in der Kaiserstraße, wo schon im Großen Frankfurter Fastnachtszug von 1959 Schwellköppe vorbeikamen.
Damals war mehr los, als heute, vielleicht hat es ausschließlich Knolle geregnet. Das närrische Volk in Frankfurt jedenfalls war außerordentlich erfinderisch, wenn es darum ging, sich einen guten Platz mit bester Sicht auf das Geschehen in der fünften Jahreszeit zu ermöglichen.
Am Fastnachtsdienstag um 14:31 Uhr werden Kanonenschüsse den ältesten Fastnachtszug in Frankfurt ankündigen, "Klaa Paris" in Frankfurt-Heddernheim. Er will darauf hinweisen, daß hier ebensolche lustigen Karnevalisten wohnen wie in "Groß-Paris". Die Heddernheimer Käwwern feiern, "Klaa-Paris" Helau!
Heute, am Sonntag, genießen auch die Närrinnen und Narren die karnevalistische Tradition in Braunschweig. Brunswiek Helau! Helau! Helau! Gefeiert wird der Braunschweiger Schoduvel, das ist Norddeutschlands größter Karnevalsumzug. Er ist älter als der Kölner Karnevalszug, den Schoduvel gibt es seit 1293 und er ist der alljährliche Höhepunkt des karnevalistischen Treibens in Niedersachsen. In Hildesheim bitte "Pott Heißa" rufen!
Echte Narren können am Rosenmontag in der Traditionshochburg Mainz ab 11:11 Uhr dabei sein, beim dortigen Rosenmontagszug mit Schwellköpp, Garden, Frohsinn und der längsten Zugstrecke, über sieben Kilometer. Ein Fastnachtszug der eine lange Tradition hat, der erste Umzug in Mainz bewegte sich im Jahre 1838 durch die Straßen der Stadt. Mainz Helau!
Wer lieber in Köln beim Rosenmontagzug mitfeiern möchte, ist bei Deutschlands größten Karnevalsumzug am Rosenmontag richtig. "Dr' Zoch Kütt!" Die von Pferden gezogenen Fuhrwerke der Ehrengarde werden dabei sein und rund 45 Reiter, den Kamellebüggel über der Schulter, Kölle Alaaf! Kölle Alaaf! Kölle Alaaf!
Die Jecken feiern! Wer möchte, kann sich sogar einen überdachten Tribünenplatz mieten.
Am Rosenmontag startet noch ein "Zoch", des Jecken Düsseldorfer Rosenmontagsumzug. Düsseldorf Helau!
Und sollten Sie sich einmal auf einer der vielen Karnevalssitzungen in einem Karnevalsverein begegnen, dann heißt es: "Liebe Närrinnen und Narrhalesen...."
Dann wäre da noch die Gelegenheit für alle Narren den Kupferdreher Rosenmontagszug in Essen zu besuchen. Ein ebenfalls traditionsreicher Karnevalszug. Wenn das Sturmtief "Ruzica" mit Windstärken von 8 bis 10 und bis zu 20 Liter Regen pro Quadratmeter ihnen keinen Strich durch die Rechnung macht, heißt es für alle fleißig Kamelle sammeln, die großen Motiv- und Prunkwagen bestaunen und mit den anderen Jecken durch die Straßen ziehen.
Nach neuesten Meldungen soll der Kupferdreher Rosenmontagzug in diesem Jahr auf den März verschoben werden. Auch in Hagen und Duisburg sind die Rosenmontagszüge wegen des Sturmtiefs abgesagt worden.
Die Höhepunkte des Münchener Faschings sind das Faschingstreiben in Münchens Innenstadt. Von Sonntag, bis Faschingsdienstag übernimmt der närrische Frohsinn mit dem Straßenfasching die Fußgängerzone. Es endet am Faschingsdienstag mit dem traditionellen Tanz der Marktfrauen auf dem Viktualienmarkt.
Cottbus lud heute am Sonntag um 13:11 Uhr ein. Der Zug der fröhlichen Leute forderte Karneval Begeisterte zum mitfeiern auf. Im Jahr 1989 gab es nach langer Pause endlich wieder einen Karnevalsumzug in Cottbus. Eigentlich feiert man hier Karneval seit 1873, allerdings immer wieder mit langjähriger Unterbrechung. Die Politik war Schult daran. Na dann - Cottbus Helau!
Wem das alles viel zu viel Karneval, Fasching und Fassenacht, zu lautes Helau, Alaaf, Nuff Nuff und Hei-Jo ist, der mache sich rechtzeitig aus dem Staub.
Wie wäre es mit Hawaii?
In Frankfurt am Main heißt diese Zeit Fastnacht und am Sonntag vor Rosenmontag lockt die Stadt mit ihrem Großen Fastnachtszug. In diesem Jahr auch mich. Bei Nieselregen und + 9°C sicher nicht das beste Wetter. Wetterfest sollte man allerdings sein, wenn man sich um diese Jahreszeit zu einem der vielen Umzüge, nicht nur in Hessen, aufmacht. Der Straßenkarneval hat begonnen, da lacht der Hesse, da spielt die Musik und das Volk möchte Knolle. Die gibt es reichlich, meine mitgebrachte Tüte füllt sich schnell. Meine Finger sind binnen kurzer Zeit nass und kalt, aber angesichts der Süßigkeiten, die mir entgegen geworfen wurden, vergesse ich doch glatt den Nieselregen, der auch noch auf mich herabfällt.
Cheerleader tanzen vorbei, Struwwelpeter und Suppenkasper fahren auf ihrem eigenen Motivwagen im Fastnachtszug mit.
Und dann kommen sie, die Schwellköppe. Ihretwegen bin ich gekommen, sie will ich mir einmal ganz aus der Nähe ansehen. Es handelt sich um riesige Köpfe aus Pappmaschee, die durch die Straßen getragen werden. So ein "Kopp" kann bis zu 25 Kilogramm wiegen und ist in seiner Herstellung nicht billig. Da braucht es schon viel Fastnachtslust, um nicht "schlapp zu machen".
Einer der Schwellköppe im Großen Frankfurter Fastnachtszug 2016
Foto: eki
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Max und Moritz als Schwellköppe, Großer Fastnachtszug Frankfurt 2016
Foto: eki
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Schwellköppe im Großen Fastnachtszug Frankfurt 1959
Foto: Rudolph Huber
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| Großer Fastnachtszug Frankfurt 1959 Foto: Rudolph Huber |
Heute, am Sonntag, genießen auch die Närrinnen und Narren die karnevalistische Tradition in Braunschweig. Brunswiek Helau! Helau! Helau! Gefeiert wird der Braunschweiger Schoduvel, das ist Norddeutschlands größter Karnevalsumzug. Er ist älter als der Kölner Karnevalszug, den Schoduvel gibt es seit 1293 und er ist der alljährliche Höhepunkt des karnevalistischen Treibens in Niedersachsen. In Hildesheim bitte "Pott Heißa" rufen!
Echte Narren können am Rosenmontag in der Traditionshochburg Mainz ab 11:11 Uhr dabei sein, beim dortigen Rosenmontagszug mit Schwellköpp, Garden, Frohsinn und der längsten Zugstrecke, über sieben Kilometer. Ein Fastnachtszug der eine lange Tradition hat, der erste Umzug in Mainz bewegte sich im Jahre 1838 durch die Straßen der Stadt. Mainz Helau!
Wer lieber in Köln beim Rosenmontagzug mitfeiern möchte, ist bei Deutschlands größten Karnevalsumzug am Rosenmontag richtig. "Dr' Zoch Kütt!" Die von Pferden gezogenen Fuhrwerke der Ehrengarde werden dabei sein und rund 45 Reiter, den Kamellebüggel über der Schulter, Kölle Alaaf! Kölle Alaaf! Kölle Alaaf!
Die Jecken feiern! Wer möchte, kann sich sogar einen überdachten Tribünenplatz mieten.
Am Rosenmontag startet noch ein "Zoch", des Jecken Düsseldorfer Rosenmontagsumzug. Düsseldorf Helau!
Und sollten Sie sich einmal auf einer der vielen Karnevalssitzungen in einem Karnevalsverein begegnen, dann heißt es: "Liebe Närrinnen und Narrhalesen...."
Dann wäre da noch die Gelegenheit für alle Narren den Kupferdreher Rosenmontagszug in Essen zu besuchen. Ein ebenfalls traditionsreicher Karnevalszug. Wenn das Sturmtief "Ruzica" mit Windstärken von 8 bis 10 und bis zu 20 Liter Regen pro Quadratmeter ihnen keinen Strich durch die Rechnung macht, heißt es für alle fleißig Kamelle sammeln, die großen Motiv- und Prunkwagen bestaunen und mit den anderen Jecken durch die Straßen ziehen.
Nach neuesten Meldungen soll der Kupferdreher Rosenmontagzug in diesem Jahr auf den März verschoben werden. Auch in Hagen und Duisburg sind die Rosenmontagszüge wegen des Sturmtiefs abgesagt worden.
Die Höhepunkte des Münchener Faschings sind das Faschingstreiben in Münchens Innenstadt. Von Sonntag, bis Faschingsdienstag übernimmt der närrische Frohsinn mit dem Straßenfasching die Fußgängerzone. Es endet am Faschingsdienstag mit dem traditionellen Tanz der Marktfrauen auf dem Viktualienmarkt.
Cottbus lud heute am Sonntag um 13:11 Uhr ein. Der Zug der fröhlichen Leute forderte Karneval Begeisterte zum mitfeiern auf. Im Jahr 1989 gab es nach langer Pause endlich wieder einen Karnevalsumzug in Cottbus. Eigentlich feiert man hier Karneval seit 1873, allerdings immer wieder mit langjähriger Unterbrechung. Die Politik war Schult daran. Na dann - Cottbus Helau!
Wem das alles viel zu viel Karneval, Fasching und Fassenacht, zu lautes Helau, Alaaf, Nuff Nuff und Hei-Jo ist, der mache sich rechtzeitig aus dem Staub.
Wie wäre es mit Hawaii?
Freitag, 5. Februar 2016
5. Februar 2016 Eine Taxifahrt durch Yangon und ein Autogramm von Mario Götze
Im Urlaub begegnen mir oft nette, interessante Menschen. Eine dieser besonderen Begegnungen war in Yangon in Myanmar.
Yangon, den 17.11. 2015.
Heute Morgen war ein wenig Wind draußen und es ist nicht mehr ganz so heiß wie in den letzten Tagen. Die Kühle des Morgens hielt sich allerdings nicht lange, dann wurde es den Tag über doch noch heiß, so heiß, wie wir das Klima in dieser Stadt kannten. Wir liefen durch die Straßen von China-Town, orientierten uns bei unserem Spaziergang an den Straßennummern. Eine einfache Sache. Als absolut sicherer Reiseführer dienten uns die Hefte "Myanmore" mit seinen darin ausführlich beschriebenen Straßen, alles auf dem iPad gespeichert versteht sich. Die alten, bröckelnden Stuckfassaden, die hölzernen Fensterläden, ein chinesischer Tempel, die Synagoge, wir waren in einer anderen Welt angekommen.
Quelle:
Bob Percival:.myanmore.com
Link:
myanmore
Eine kleine Eisdiele gibt es, zu erreichen über eine breite Holzbohle, die den vor kurzem ausgehobenen schmalen Graben überbrückt. Aber ich will kein Eis, nicht hier, nicht jetzt. Das traue ich mich doch nicht zu essen, will keinen verdorbenen Magen riskieren. Vorbei an der Synagoge, biegen wir um die Ecke, schlendern die nächste Straße entlang und finden uns auf der Maha Bandoola Rd. wieder. Ein Hotel, eine steile Treppe in den 1. Stock hinauf und schon sitzen wir auf einer kleinen Terrasse vor einer Tasse Kaffee. Eine grüne Oase im lauten Yangon. Ich strecke meine müden Füße aus, lehne mich zurück. Mein Blick fällt auf die großen grünen Blätter der Bäume, geht hinunter auf das quirlige Leben in dieser Stadt. Der Verkehrslärm dringt bis hier zu uns hoch, das Hupen der Autos und Busse. Die Schaffner, in der offenen Tür stehend, rufen die Richtung aus, in der ihr Bus fährt, wie eine schnelle Litanei, der zu folgen mir nicht möglich ist.
Wieder unten auf der Straße angekommen, klingeln die Rikscha Fahrer hinter mir her und schon von weitem höre ich das Klappern der Zuckerrohrpresse. An jeder Ecke gibt es einen kleinen Stand, an dem Betelnüsse verkauft werden, daneben liegen Obst, Gemüse und Fisch auf Plastikplanen zum Verkauf ausgebreitet auf dem Boden. In den Läden dahinter wird allerlei Ding verkauft, oder sie dienen als Lagerräume für unzählige Kartons, Säcke werden an mir vorbeigeschleppt und immer wieder geben offene Türen den Blick in halbdunkle, steile Treppenaufgänge frei.
Link:
e-book Reiseführer Myanmar
Es wird Abend und rasch dunkel. Wir lassen uns ins Hotel zurück fahren. Ein Taxi ist hier überall problemlos zu bekommen und die Fahrt kostet nicht viel. Schnell kommen wir mit dem Fahrer ins Gespräch.
"Ihr seid aus Deutschland? Deutschland ist ein gutes Land", sagt er.
Ob wir Fußballfans sind, will er wissen, Deutschland sei doch jetzt Fußballweltmeister. Er dreht sich zu uns nach hinten um, strahlt uns an. Wir stehen so wie so gerade mal wieder im Stau, da bleibt uns Zeit für ein ausführliches Fußballgespräch. Er schwärmt sehr für Deutschlands Fußballstars, besonders für einen. Er nennt einen Namen, den wir leider nicht verstehen. Wen meint er wohl? Geduldig wiederholt er den Namen seines großen Idols. Die Aussprache fällt ihm schwer. Ein zweisilbiger Name. Wir versuchen zu raten.
"Müller?" Nein, wir liegen falsch.
"Götze?" "Ja, ja, der ist der Beste!"
Ich frage ihn, ob er ein Autogramm von Mario Götze haben möchte. Ich kann ihm eines besorgen und es ihm nach Myanmar schicken, biete ich ihm an. Für mich ist das kein Problem. Ich lebe im Land des amtierenden Fußballweltmeisters, da wird es mir doch möglich sein, ihm diese Freude zu machen. Er schreibt mir schnell seine Adresse und facebook-Eintrag auf einen Zettel, den ich für Zufälle, solche und andere Gelegenheiten aller Art, immer in meiner Tasche dabei habe.
Wieder zu Hause entdecke ich den Adressenzettel bald in meinem Reisetagebuch wieder. Das Stückchen Papier hatte ich von einem Block abgerissen auf dem unten in der Ecke "mein-schlüssel-zur-welt.de" aufgedruckt ist. Wie passend!
Ich hatte es ihm versprochen, aber wie komme ich eigentlich an ein Autogramm vom Idol des Mr. Tun Tun Win aus Yangon?
Link:
Mario Götze
Unter "Autogramm" finde ich die Adresse, an die ich meinen Brief mit frankiertem Rückumschlag schicken kann: Companion-M GmbH, Balanstraße 73, Gbd.24, 81541 München.
Einmal pro Monat werden von dort handsignierte Autogrammkarten verschickt. Das ist es, was ich brauche. Meinen Brief werfe ich gleich am nächsten Tag in den Postkasten und nun von an heißt es warten. Und dann ist es so weit. Natürlich habe ich meinen Briefumschlag heute sofort wieder erkannt, als ich ihn aus unserem Briefkasten holte.
Morgen werde ich das Foto weiter schicken.
Yangon, den 17.11. 2015.
Heute Morgen war ein wenig Wind draußen und es ist nicht mehr ganz so heiß wie in den letzten Tagen. Die Kühle des Morgens hielt sich allerdings nicht lange, dann wurde es den Tag über doch noch heiß, so heiß, wie wir das Klima in dieser Stadt kannten. Wir liefen durch die Straßen von China-Town, orientierten uns bei unserem Spaziergang an den Straßennummern. Eine einfache Sache. Als absolut sicherer Reiseführer dienten uns die Hefte "Myanmore" mit seinen darin ausführlich beschriebenen Straßen, alles auf dem iPad gespeichert versteht sich. Die alten, bröckelnden Stuckfassaden, die hölzernen Fensterläden, ein chinesischer Tempel, die Synagoge, wir waren in einer anderen Welt angekommen.
Quelle:
Bob Percival:.myanmore.com
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myanmore
| Yangon, China Town, 25. Straße, burmesische Stuckfassade Foto: eki |
Wieder unten auf der Straße angekommen, klingeln die Rikscha Fahrer hinter mir her und schon von weitem höre ich das Klappern der Zuckerrohrpresse. An jeder Ecke gibt es einen kleinen Stand, an dem Betelnüsse verkauft werden, daneben liegen Obst, Gemüse und Fisch auf Plastikplanen zum Verkauf ausgebreitet auf dem Boden. In den Läden dahinter wird allerlei Ding verkauft, oder sie dienen als Lagerräume für unzählige Kartons, Säcke werden an mir vorbeigeschleppt und immer wieder geben offene Türen den Blick in halbdunkle, steile Treppenaufgänge frei.
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e-book Reiseführer Myanmar
| Yangon Downtown, Blick in die Maha Bandoola Rd. Foto: eki |
"Ihr seid aus Deutschland? Deutschland ist ein gutes Land", sagt er.
Ob wir Fußballfans sind, will er wissen, Deutschland sei doch jetzt Fußballweltmeister. Er dreht sich zu uns nach hinten um, strahlt uns an. Wir stehen so wie so gerade mal wieder im Stau, da bleibt uns Zeit für ein ausführliches Fußballgespräch. Er schwärmt sehr für Deutschlands Fußballstars, besonders für einen. Er nennt einen Namen, den wir leider nicht verstehen. Wen meint er wohl? Geduldig wiederholt er den Namen seines großen Idols. Die Aussprache fällt ihm schwer. Ein zweisilbiger Name. Wir versuchen zu raten.
"Müller?" Nein, wir liegen falsch.
"Götze?" "Ja, ja, der ist der Beste!"
Ich frage ihn, ob er ein Autogramm von Mario Götze haben möchte. Ich kann ihm eines besorgen und es ihm nach Myanmar schicken, biete ich ihm an. Für mich ist das kein Problem. Ich lebe im Land des amtierenden Fußballweltmeisters, da wird es mir doch möglich sein, ihm diese Freude zu machen. Er schreibt mir schnell seine Adresse und facebook-Eintrag auf einen Zettel, den ich für Zufälle, solche und andere Gelegenheiten aller Art, immer in meiner Tasche dabei habe.
Wieder zu Hause entdecke ich den Adressenzettel bald in meinem Reisetagebuch wieder. Das Stückchen Papier hatte ich von einem Block abgerissen auf dem unten in der Ecke "mein-schlüssel-zur-welt.de" aufgedruckt ist. Wie passend!
Ich hatte es ihm versprochen, aber wie komme ich eigentlich an ein Autogramm vom Idol des Mr. Tun Tun Win aus Yangon?
Link:
Mario Götze
Unter "Autogramm" finde ich die Adresse, an die ich meinen Brief mit frankiertem Rückumschlag schicken kann: Companion-M GmbH, Balanstraße 73, Gbd.24, 81541 München.
Einmal pro Monat werden von dort handsignierte Autogrammkarten verschickt. Das ist es, was ich brauche. Meinen Brief werfe ich gleich am nächsten Tag in den Postkasten und nun von an heißt es warten. Und dann ist es so weit. Natürlich habe ich meinen Briefumschlag heute sofort wieder erkannt, als ich ihn aus unserem Briefkasten holte.
Morgen werde ich das Foto weiter schicken.
Dienstag, 26. Januar 2016
26. Januar 2016 unterwegs durch Deutschland
Winter in Deutschland. Der ICE hielt das 1. Mal, da hatte er die Stadt noch gar nicht verlassen. Gleich nach seiner Ausfahrt aus dem Bahnhof Stillstand, so als wolle er den Abschied etwas hinauszögern, verweilen statt eilen. Wie gut ich das kenne.
Später werde ich durch eine Landschaft gefahren, die ich nur all zu gut kenne, vom einem Zuhause ins andere. Früher, da fuhr der Zug durch Magdeburg ohne zu halten. Früher da wollte ich gerne dort einmal, nur einmal, aussteigen können. Die Zeit kam, der Zug hielt an und ich stieg dort aus. An einem heißen Sommertag im August. Der Dom war mein Ziel, dort wo sie begraben liegen, im Kaisergrab, er und seine Frau, Kaiser Otto (der Große) der Erste (912-973), und Kaiserin (Editha) Edgith (gest. 946). Im Inneren der großen Kirche war es angenehm kühl. Ein Schild am Eingang bat um Ruhe. Zu hören waren nur die rhythmischen Hammerschläge der Handwerker, die das Kirchenschiff renovierten.
Wieder auf der Straße ging ich schnell zurück zum Bahnhof, zu heiß war es mir zwischen den Häusern. Da war kein Schatten, nur Stein, der die Hitze des Tages abgab.
Ich schaue aus dem Fenster, Magdeburg liegt nicht mehr auf meiner Strecke. Heute fahre ich vorbei an Feldern und grünen Hügeln und manchmal kann ich Rehe sehen. Heute verläuft die ICE-Strecke durch ein anderes Stück Deutschland.
Zug um Zug Fernweh
Meine Träume reisen mit
Ich bleibe zurück
eki
Aus ....Mit Leichtem Gepäck - Neue Cranach Presse Kronach
Zug um Zug Fernweh
Meine Träume reisen mit
Ich bleibe zurück
eki
Aus ....Mit Leichtem Gepäck - Neue Cranach Presse Kronach
Mein Brot habe ich verzehrt, mein Buch gelesen, ich bin am Ziel angekommen. Die bunten Leuchtreklamen blinken mir zu. Die Rollteppe ist defekt, der Fahrstuhl bringt mich ins Bahnhofsgebäude bis ganz nach unten, die S-Bahn nach Hause. Eine Umarmung, ein Kuss und heißer Kaffee, angekommen.
Montag, 18. Januar 2016
18.1.2016 Familienbande
Mein Familienstammbaum wächst und wächst. Es ist und bleibt eine spannende Sache, das mit der Erforschung der eigenen Wurzeln.
Begonnen hat alles mit einem dicken Ordner voller Papiere, den meine Schwester zusammenstellte. Da lagen, fein säuberlich beschriftet und nach Familienzweigen sortiert, die Unterlagen, die mich zu meinen Vorfahren führten, schwarz auf weiß vor mir. Ein dicker Ordner, der Licht ins Dunkel bringen sollte.
Nicht nur meine Schwester hatte sich mit unserer Familiengeschichte befasst, auch der Bruder meiner Mutter. Von ihm stammten viele wichtige Urkunden, Kirchenbuchabschriften und handschriftliche Notizen.
In der letzten Hülle des Ordners lag ein mehrseitiges Papier: Eine Urahngeschichte. Cousin Emil, von Mutters Onkel Erich aus Syracuse in New York, hatte sie verfasst.
"Eine Urahngeschichte, die das 300jährige Geschlecht in 8 Generationen umfasst, gefunden aus Gesprächen alteingesessener Bürger, Aufzeichnungen und Berichten aus Amtsbüchern des Stadtarchivs und der Ratsschulbibliothek, aus Chroniken und anderen urkundlichen Feststellungen, in die Form einer Erzählung gebracht und seinen lieben Verwandten in USA überreicht.
Zu Händen seines Vetters Erich, Samstag, 21. März 1939".
Vetter Emil, eine neue Person im Familienstammbaum. Seine Urahngeschichte reicht bis in die Zeit um 1650 zurück, in die Zeit nach dem 30jährigen Krieg.
Ein armer Kärrer namens Martin, erwirbt einen vierrädrigen Karren zu dem Zwecke, ein Geschäft zu beginnen.
Er, "ein vor kurzem entlassener Söldner, ein honester dimittierter Musketier, spannt seinen mitgebrachten Goldfuchs in die Scherendeichsel und los ging's, sich in den Ortschaften anzubiedern, um ein Geschäft machen zu können."
Waren zum Transport würde es wohl genug geben.
"Es sah ja um 1650 noch wüst aus. Die Mauern der alten Herrenschlösser geborsten, Speicher geleert, Mühlen und Hütten zerstört oder verbrannt, aber der Bauer begann vorsichtig wieder seine Flure nach der alten Fruchtordnung zu bebauen, obgleich es an Pferden und Rindern fehlte. - Der Gaul schnaubt - Martin hielt -".
So wurde aus dem Söldner Martin, nach seiner Heirat mit der schönen Müllerstochter Rosina, mein Stammvater mütterlicherseits. Der Vater meiner Mutter und einer meiner Großcousins tragen seinen Namen: Martin.
Nach vielen Tagen mühseliger Kleinarbeit war es dann soweit, die Namen der Personen aus der Familie meiner Mutter waren im Stammbaum eingetragen. Alle Papiere aus dem Ordner meiner Schwester hatte ich eingescannt und bei der dazugehörenden Person an die richtige Stelle gesetzt. Die ersten Äste des Baumes hatten Blätter bekommen.
Begonnen hat alles mit einem dicken Ordner voller Papiere, den meine Schwester zusammenstellte. Da lagen, fein säuberlich beschriftet und nach Familienzweigen sortiert, die Unterlagen, die mich zu meinen Vorfahren führten, schwarz auf weiß vor mir. Ein dicker Ordner, der Licht ins Dunkel bringen sollte.
Nicht nur meine Schwester hatte sich mit unserer Familiengeschichte befasst, auch der Bruder meiner Mutter. Von ihm stammten viele wichtige Urkunden, Kirchenbuchabschriften und handschriftliche Notizen.
In der letzten Hülle des Ordners lag ein mehrseitiges Papier: Eine Urahngeschichte. Cousin Emil, von Mutters Onkel Erich aus Syracuse in New York, hatte sie verfasst.
"Eine Urahngeschichte, die das 300jährige Geschlecht in 8 Generationen umfasst, gefunden aus Gesprächen alteingesessener Bürger, Aufzeichnungen und Berichten aus Amtsbüchern des Stadtarchivs und der Ratsschulbibliothek, aus Chroniken und anderen urkundlichen Feststellungen, in die Form einer Erzählung gebracht und seinen lieben Verwandten in USA überreicht.
Zu Händen seines Vetters Erich, Samstag, 21. März 1939".
Vetter Emil, eine neue Person im Familienstammbaum. Seine Urahngeschichte reicht bis in die Zeit um 1650 zurück, in die Zeit nach dem 30jährigen Krieg.
Ein armer Kärrer namens Martin, erwirbt einen vierrädrigen Karren zu dem Zwecke, ein Geschäft zu beginnen.
Er, "ein vor kurzem entlassener Söldner, ein honester dimittierter Musketier, spannt seinen mitgebrachten Goldfuchs in die Scherendeichsel und los ging's, sich in den Ortschaften anzubiedern, um ein Geschäft machen zu können."
Waren zum Transport würde es wohl genug geben.
"Es sah ja um 1650 noch wüst aus. Die Mauern der alten Herrenschlösser geborsten, Speicher geleert, Mühlen und Hütten zerstört oder verbrannt, aber der Bauer begann vorsichtig wieder seine Flure nach der alten Fruchtordnung zu bebauen, obgleich es an Pferden und Rindern fehlte. - Der Gaul schnaubt - Martin hielt -".
So wurde aus dem Söldner Martin, nach seiner Heirat mit der schönen Müllerstochter Rosina, mein Stammvater mütterlicherseits. Der Vater meiner Mutter und einer meiner Großcousins tragen seinen Namen: Martin.
Nach vielen Tagen mühseliger Kleinarbeit war es dann soweit, die Namen der Personen aus der Familie meiner Mutter waren im Stammbaum eingetragen. Alle Papiere aus dem Ordner meiner Schwester hatte ich eingescannt und bei der dazugehörenden Person an die richtige Stelle gesetzt. Die ersten Äste des Baumes hatten Blätter bekommen.
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