Dienstag, 22. März 2016

22. März 2016 Osterbäckerei

Zu Ostern backe ich jedes Jahr einen ganz besonderen Kuchen: Masurek.

Mazurek (Plural: Mazurki) ist ein traditioneller Kuchen der polnischen Küche, der im polnischen Osterbrauchtum verwurzelt ist und neben der Babka seit Jahrhunderten zu Ostern gebacken wird. Seine genaue Herkunft ist unbekannt. Mazurki sind relativ dünn, von variablem Umfang, tendieren zu rechtwinkligen Formen und sind am häufigsten als Blechkuchen anzutreffen.
Sie werden aus mindestens zweierlei Teig hergestellt, als Boden dient immer Mürbeteig. Außen wird die Oberfläche stets mit einer Teigkrone aus Sandteig umgeben. Auf den Boden kann auch eine zweite Teigschicht aufgebracht werden, etwa aus Sandteig, Rührteig, Biskuitteig oder Makronenteig. Hefeteig und Blätterteig sind ungeeignet. Nun wird der Kuchen entweder gebacken und anschließend mit Marmeladen oder Kuvertüren verschiedener Art (u.a. mit Sahne-, Nuss-, Schokoladen-, oder farbigen Fruchtkuvertüren) bedeckt und dekoriert, oder er wird bereits vor dem Backen mit einer oder mehreren Marmeladen bestrichen und sehr häufig mit einem Sandteiggitter geschmückt. Zum Abschluss wird ein österlicher Mazurek stets noch mit Trockenfrüchten, Mandelsplittern, Kokos- oder Schokoladenstreuseln, Zuckerguss und sonstigen Hilfsmitteln verziert und oft auch beschriftet. Zum Durchziehen lässt man ihn zwei bis drei Tage ruhen.

Hausgemachte Ostermazurki verschiedener Größe verschenkt man gern im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis. Sie sind auch meist Bestandteil des Swiecone - der an Ostern in einem Korb zur traditionellen Speisensegnung getragene Nahrungsmittel.

Das übrige Jahr hindurch ist der Mazurek ebenfalls erhältlich, jedoch nur in einfacheren Formen.

Quelle:wikipedia

Mein Rezept:

Zutaten Teig:
300g Mehl, 125g Butter, 100g Zucker, 1 Prise Salz, 1 Ei, 1-2 EL Milch

Mehl in eine Schüssel sieben. Butter in kleinen Stückchen darauf verteilen. Zucker, Salz, Ei und Milch dazu. Alles rasch zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und 30 Min. kühl stellen (Kühlschrank).

Backofen auf 180°C (Umluft) vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen.

Den Teig zwischen Frischhaltefolie auf Backblechgröße gleichmäßig ausrollen. Die Folie entfernen. Teig auf das Blech legen. Mit einer Gabel mehrmals einstechen.
Im Ofen 12-15 Min backen (mittlere Schiene).
Auf dem Backblech etwas abkühlen lassen.

Zutaten Belag:
100g Halbbitter-Kuvertüre (oder Blockschokolade), 2 Eier, 100g Puderzucker, 70g gehobelte Mandeln, 2 EL Marmelade, 1 EL Mehl

Die Kuvertüre fein raspeln.
Eier mit dem Puderzucker zu einem dicken Schaum aufschlagen. Sie geraspelte Kuvertüre, die Mandeln, Mehl und Marmelade vorsichtig darunter ziehen.
Die Masse auf den gebackenen, etwas abgekühlten Teig gleichmäßig verstreichen.
Im heißen Ofen noch einmal 10 Min. backen.

Den Mazurek gleich in Stücke schneiden, bevor der Kuchen ganz abgekühlt ist. Die Stücke auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.
Den kalten Kuchen nach Belieben verzieren.

Mazurek
Foto: eki

Ganz beliebt sind auch Hefe Osterhasen.

Zutaten Hefeteig:
500g Mehl, 1 Päckchen Trockenhefe, 1-2 EL Zucker, 250 ml lauwarme Milch, 75g Butter, 1 Ei und 1 Eigelb, 1 Prise Salz

Mehl in eine große Schüssel sieben, mit Hefe, Zucker und Salz gut vermischen. Die lauwarme Milch, Butter in Flöckchen und das Ei dazugeben. Einen Teig kneten. Die Schüssel mit einem Tuch gut abdecken und den Hefeteig 1/2 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Nochmals alles gut durchkneten.

Backofen auf 200°C (Umluft) vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Eigelb mit einer Gabel 'verquirlen'. Den Teig 1cm dick ausrollen, große Hasen ausstechen, mit dem Eigelb bestreichen. Nicht zu dicht nebeneinander auf das Backblech legen, 15-20 Min. backen.

Zum Osterfrühstück bekommt jeder Gast einen Hefe Osterhasen.

Sonntag, 20. März 2016

20. März 2016 Eddy the Eagle

Welche Filme kommen demnächst ins Kino?
Eine Frage, die der Sprecher im Radio ausführlich beantwortet.
Ein Name lässt mich aufhorchen. Ich lege das Küchenmesser beiseite, mein Gemüse liegt vor mir auf dem Küchentisch. Ein afrikanischer Gemüseauflauf soll es heute werden. Jetzt will ich aber erst einmal zuhören statt schnibbeln.
"Eddy the Eagle - alles ist möglich. Der Film wird am 31. März in Deutschland in die Kinos kommen."
Das ist doch der Brite, der 1988 bei den Olympischen Winterspielen beim Skispringen für sein Land antrat.
"Eddy the Eagle, der hüpfte da runter und kam mit großem Vorsprung an. Als Letzter."
Die Worte sind mir noch gut im Ohr, wenn im Fernsehen Skispringen läuft, erzählt mein Mann immer wieder einmal davon, wie er und seine Freunde am Fernseher gespannt das Skispringen in Calgary verfolgten.
"Jim hat immer Sport geguckt, am liebsten Tennis."
Die Olympischen Spiele machten da natürlich eine Ausnahme.
"Damals, als Eddy the Eagle noch dran teilnahm, das waren noch Zeiten. Da haben wir alle das Skispringen verfolgt, mit Eddy the Eagle. Bei dem zu Hause gibt's keinen Schnee und trotzdem hat er das gemacht. Der erste, der für Großbritannien als Skispringer an den Start ging. Da kam der Mann mit der großen Brille und flog seinem ganz persönlichen Ziel entgegen und alle waren begeistert."
Am schlimmsten stelle ich mir das landen vor. Wenn man die Ski aufsetzen muss, ohne einen Sturz zu riskieren und dann noch eine gute Figur machen will, wegen der Punkte, denke ich.
"Der ist da ein paar mal runter gesprungen. Ich würde mich da nicht einmal hochtrauen," sagt mein Mann.
"Ich auch nicht", sage ich.
Warum macht jemand sowas?
Ausgerechnet Skispringen?
Der hätte auch eine andere Sportart wählen können, eine für die er unter besser geeigneten Bedingungen zu Hause hätte trainieren können.
Heißt es nicht: Wenn man etwas wirklich will, dann schafft man das auch?
Also doch kein dummer Spruch?
Wie war das noch gleich mit der Idee an der man festhält, weil sie einem so viel bedeutet und nicht mehr los lässt, all die Jahre?
Als ich zur Schule ging und meine beste Freundin, mit der ich seit unserer Einschulung die Bank teilte, nach der vierten Klasse auf die 'höhere Schule' ging, wollte ich das auch.
"Deine Leistungen sind zu schlecht," beendeten meinen Traum.
Nach neun Schuljahren war meine Schulzeit vorbei. Jetzt wollte ich weitermachen mit dem Lernen und meldete mich an einer Handelsschule an. Den Abschluss habe ich geschafft und dann noch zwei Jahre Fachhochschule dran gehängt.

Eddy the Eagle; sein 'richtiger' Name ist Michael Edwards, geboren am 5. Dezember 1963 in Cheltenham.
Der Wunsch an Olympischen Spielen teilzunehmen bestand bei Edwards nach eigenem Bekunden schon seit der Kindheit:
"Als ich acht neuen Jahre alt war, hab ich erstmals bewusst die Olympischen Spiele im Fernsehen gesehen und dachte: Wow!
Es muss großartig sein, für sein Land an so etwas teilzunehmen. Das wollte ich. Egal wie."

Quelle:
www.wikipedia. Michael Edwards
Das Buch: Calgary 1988 xv-olympische Spiele
filmstarts.de/kritiken

Links:
Das Buch zu Olympia 1988
Trailer
Audio CD

Beim Abendessen mit Gemüseauflauf und Obstsalat zum Nachtisch beschließen wir, uns den Film anzusehen. Einen Kinogutschein haben wir noch.
Flieg! Eddy, flieg!

Mittwoch, 16. März 2016

16. März 21016 hab dich gesehen....licht...luminale

luminale in Frankfurt. Ein Veranstaltung in der Stadt, die alle zwei Jahre stattfindet, parallel zur Messe Light+Building.
Gestern Abend hatte ich eine Karte für eine zweistündige Luminale-Stadtrundfahrt die von der Kulturothek veranstaltet wurde und mich zu den "Highlights der Luminale" führen sollte.

Links:
Kulturothek Frankfurt
Luminale 2016 Frankfurt

Start war 20:00 Uhr ab Paulsplatz/Paulskirche. Kalt war es und windig.
Es war noch früh in der Zeit, wir gingen hinüber zum Römer. "Der Mann im Mond" von VOSS+FISCHER GmbH begrüßte uns vor dem Rathaus auf dem großen Platz.
Unsere nächste Station war die Alte Nikolaikirche am Römerberg.

Alte Nikolaikirche: "Traumraum"
Foto: eki
"Traumraum" ist eine interaktive Lichtinstallation von Prof. Rosalie und Prof. Dr. Markus Holzbach mit den Studenten: Ambrosch, Bechstein, Brück, Bushart, Dedio, Luo, Maskow, Niebling, Schliephacke, Trebini, Zoller, Mohr, Würkner und Gorbachewskaja.

Zurück an der Haltestelle mit ihrem gelb-schwarzen luminale-Logo drängten sich dort schon viele Besucher. Man wartete auf die Busse, wollte einsteigen, ins Warme. Unser Bus Nr. 3 war noch jenseits des Mains. Dort hatte es einen Unfall gegeben. Mit einer kleinen Verzögerung war zu rechnen.
Dann saßen wir alle auf unseren Plätzen, hatten Knicklichter bekommen, die uns als eine geschlossene Gruppe ausweisen sollten und los ging's Richtung Main, immer den Blick geradeaus. So ist diese Foto aus dem Bus heraus entstanden.

Clemens Teichmann mit nobile AG: "Bankhaus App zum Lichtkunstwerk",
Bankhaus Metzler
Foto: eki
Ein letzter Blick auf die Lichtinstallation von Clemens Teichmann am Bankhaus Metzler und schon bog der Bus rechts in die nächste Straße ein, auf dem Weg zum neuen Parkhaus am Südende des Hauptbahnhofs.
Wieder eine interaktive Installation: "Spinnst Du?"
Der Bus fuhr eine Runde ums Gebäude, die Besucher in der blauen Box auf zwei Spinningrädern ihre "Runden". Sie fahren auf zwei Spinnigrädern um die Wette. Das Drehen der Räder wird auf Lichtfahrräder im Parkhaus übertragen, die die Fassade illuminieren. Wir bewunderten die grünen, roten und gelben Lichter an der Außenfassade des Parkhauses, eine Idee von MESO Digital Interiors GmbH mit schneider+schumacher Planungsgesellschaft mbH. Mit Unterstützung von CA Immo Deutschland GmbH, ABG Frankfurt Holding GmbH und omniCon Gesellschaft für innovatives Bauen mbH.

Von weitem kam das Trianon, unverwechselbares Landmark der Frankfurter Skyline, von rechts ins Bild. Heute Abend strahlte es vielfarbig wechselnd als "TRIANON Lichtspiele", ein Beitrag von Zwei M Event + Technik, Oberursel.

Die Fahrt ging weiter vom Hauptbahnhof mit seiner nachhaltig, energieeffizienten Illumination des Fassadenbereichs mit statischem, monochromen Licht, einer Idee von RAUMLABOR Lichtplanung. Christian Uitz in Kooperation mit DB Station & Service AG und iGuzzini illuminazione Deutschland GmbH in Richtung Messe, vorbei am "Star" von Sigi Bußinger im Auftrag der OSRAM GmbH, am Leo der ING-DiBa mit seiner Illumination und Projektion: "Luminaleo-light and you", der MAASS-Licht Lichtplanung für ING-DiBa.

Als nächstes dann die "Illumination Messeturm", eine Illumination vom Atelier Wolfgang Rang (Frankfurt) mit A&O Lighting Technology (Bremen) mit Unterstützung von MesseTurm.
Von hier aus sahen wir schon den dunklen Weiher in der Ludwig-Erhard-Anlage mit seinen 100 blinkenden Seenot-Rettungsleuchten, den "Überlebenslichtern" von HGP Architekten Leben Kilian GbR, Markus Leben, Katja Kempe Künstlerin/Produktionsdesignerin, Köln Nordisk Büro Plus GmbH, Frankfurt am Main. Mit Unterstützung durch Segel Center Frankfurt.

"Pathfinder" an der Außenwand der Evangelischen Hoffnungsgemeinde, das Werk der Künstlerin Kathrin Bethge, wiesen uns jetzt den rechten Weg.

Plötzlich kam das gläserne Gebäude der Deutschen Bank in Sicht. Eine einsame Fensterreihe war beleuchtet. Ein unerwartetes luminale Ergebnis, die Spiegelung der "TRIANON Lichtspiele" in der Hochhausfassade.
Vorwärts ging es nun zum Eurotower. Der Bus hielt an und zu den Farbspielen, die sich gerade virtuos über dem Turm verteilten, erklang im Bus die Europahymne "Ode an die Freude" aus Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie.

Ein Stück weiter auf unserem Pfad durch die Nacht passierten wir die "Stuhlperformance", die Projektion eine Arbeit von Willi Bucher auf das Karmeliterkloster. Stühle fallen ins Nichts, "fliegen" durch die Lüfte und stapeln sich auf, fallen in- und aneinander. Eine tanzende Stuhlparade in schwarz-weiß.

An einer anderen Fassade Projektionen von Geldscheine aus D-Mark-Zeiten, ein Stück wehmütiger Erinnerung für manch einen der Besucher.

Dann hieß es erst einmal raus aus dem Bus, ab in die kalte Nacht. Links über die Straße und wieder rein ins Warme zum Zentralen luminale-Schauplatz, in die legendäre Naxoshalle.
Das erste, was mir in dem großen Raum auffiel war "Brillo&Linea" eine lichtempfindliche Papier-Installation aus mehreren Modulen von Malte Kebbel. Er sprach mich an, als ich, fasziniert von der Leuchtkraft dieser Farben, staunend vor seinen phosphoreszierenden und kryptischen Kompositionen stand:
"Ich brauche mal ihre Hand."
Ich trat ganz dicht vor die Papierflächen mit den phosphoreszierenden Modulen, legte meine Hand vorsichtig an eine der senkrechten Oberflächen, die sich rauh und bucklig anfühlte. Er knipste seine Taschenlampe an, beugte sich zu meiner Hand hinunter und lies den Lichtkegel direkt auf die Hand gerichtet leuchten.
Licht aus, Handabdruck fertig!

"Brillo&Linea" Interaktive Lichtinstallation von Malte Kebbel, Berlin
mit dem Abbild meiner Hand
Foto: eki

"Brillo&Linea" Interaktive Lichtinstallation von Malte Kebbel, Berlin
Foto: eki
Die Naxoshalle war gut gefüllt, wir mäanderten uns um die Besucher herum. Das nächste Lichtobjekt auf das ich aufmerksam wurde, mutete an wie Omas Unterröcke, fand ich. Das Kunstwerk besteht aus einer Vielzahl baugleicher Hohlkörper, die menschlichen Torsi ähneln sollen. Es sollte der Eindruck von Plisseestoff in Bewegung entstehen. Hatte ich nicht doch vielleicht gar nicht so Unrecht mit meiner Vermutung?

"empore, empore, empore", generative Lichtinstallation von Robert Meyer, Mainz
Foto: eki
Eine vergleichbare Installation hatte ich in der Nikolaikirche gesehen. Oder war meine Assoziation zu einer Steckdose treffender? In die sollte man aber nie, niemals seine Finger stecken!!!

"Geodesic-Sound", Interaktives Exponat,
mit drei Fingern meiner Hand
Foto. eki
Dieses Interaktive Exponat ist eine Interdisziplinäre Kooperation zwischen Architektur, Informatik und Intermedia Design unterstützt durch den FB Gestaltung der Hochschule Trier.
Intermedia Design: Julien Burckhardt, Giulia Guerra, Saskia Hohmann, Michelle Kaufmann, Valery Reck, Max Schramer, Wolfgang Stegmann. Informatik: Johannes Halbach, Tim Kaufmann, David Merschbächer.Yan Struck.
Architektur: Sebastian Berg, Silvia Cecchi, Ben Wessel.
Betreuung: Prof. Daniel Gilgen, Prof. Dr. Georg Schneider. Prof. Bernard Sill, Hochschule Trier.

"Fusion", Lichtinstallation von Tatjana Busch, München,
Soundtrack komponiert von Julius Busch
Foto: eki
Viel bewegtes Licht, vielfarbige Schatten, musikalisch untermalt. Ein Flugobjekt bewegt sich, zieht seine Bahnen im Raum.

Das letzte "Objekt" in der Naxoshalle vor dem ich stehen blieb, war ein Herz, dann war unsere Zeit verstrichen, der Bus wartete auf uns.

Foto: eki
Das Ostende, unser nächstes Ziel hinter dem Zoo Frankfurt, lies uns erst einmal einen Blick auf das Gebäude der Mainova werfen, mit der Lichtinstallation des Gewinners des Luminale Wettbewerbs von 2014, "Licht! Kunst! Effizienz!" des Kölner Architekten und Stadtplaners Jochen Siegemund, "EnergyStation". Die dreidimensional anmutenden Lichtstreifen symbolisieren die Energieflüsse im Stromnetz.

"Symbole Europas", wie das €-Zeichen eingebettet in die Licht Installation, die Illumination der Europäischen Zentralbank, Projektion: bright! GmbH, Maintal, war ein weiteres Highlight auf dieser Fahrt.

Zurück in Richtung Schaumainkai, vorbei an "Dazwischen L(ich)t" der Schüler der IGS Herder Illumination mit dem Künstler Dominikus Landwehr, an den 10 Fenstern des Kirchturms der Peterskirche (www.stanktpeter.com),
weiter zu den den Museen, gelangten wir schließlich zur Katharinenkirche, unserer letzten Illuminations Station dieses Abends.
Alles aussteigen, die Fahrt ist zu Ende.

Es hätte noch so viel mehr Licht gegeben.....

Quelle:
www.luminale.de

Dienstag, 15. März 2016

15. März 2016 Schloß Steinpleis, meine Mutter und andere Verwandte

Eine Umarmung zum Abschied auf einem kalten, zugigen Bahnhof und meine Gedanken beginnen irgendwo neu, bei einem meiner Ahnen aus der Reihe der längst vergessen geglaubten Vorfahren.

Meine Mutter erzählte uns Kindern die Geschichte aus ihrer Kindheit, die Geschichte mit der Burg, auf der die Familie immer wieder einmal zu Besuch war. Da gab es oben im Turm ein Zimmer aus dessen Fenster ihr Onkel, schon von weitem gut erkennbar, fröhlich winkte und:
"Huhu", rief,
und sie wie sich jedes mal freute, wieder dort sein zu können.
"Der Onkel, das war so ein dicker, gemütlicher", sagte meine Mutter.
"Der hat sich immer sehr gefreut, wenn wir gekommen sind."

Meine Mutter (rechts) und eine ihrer Schwestern 1917
Sie spielten in dem großen Garten, der das Schloß umgab. Hier wuchsen Obstbäume, die im Herbst zur Ernte lockten. Auf dem großzügigen Gelände, waren sie weit weg von den Höfen der Stadt, ihren schmalen Gassen und dem Lärm. Die Eisenbahnstrecke war bereits 1869 fertiggestellt und sie konnten die Stadt für einen Ausflug nach Steinpleis bequem verlassen.

Der Onkel war Carl Franz Barromäus Arens, die Burg das Schloß Steinpleis bei Werdau, ein ehemaliges Rittergut, das Carl Arens 1908 von Hermann Julius von Römer gekauft hatte. Steinpleis ist eines der Schlösser, welches immer in Privatbesitz waren.
Mutters Tante Elisabeth "Liesel", eine Schwester meiner Großmutter, Mutters Mutter, arbeitete seit 1919 auf Schloß Steinpleis als Hausdame.

Burg Steinpleis
Quelle: Architektonisches Skizzenbuch H 46/3 1860
TU-Berlin Architekturmuseum, InventarNr. B 3057
Carl Arens war in erster Ehe mit Emilie "Milly" verheiratet, einer Witwe, die einen Sohn aus ihrer 1. Ehe hatte. Carl Arens und seine Frau Milly bekamen 1891 noch eine Tochter. 1919 verstarb Milly Arens nach langer, schwerer Krankheit. Sie wurde in Steinpleis beigesetzt. Auf dem Friedhof in Steinpleis gibt es heute noch einen Gedenkstein an die Familie Arens.

1934 heirateten Mutters Tante Liesel und Carl Arens. Die Ehe blieb kinderlos. Im Jahr 1939 verkaufte Carl Arens Schloß Steinpleis an Karl Rudolph und zog mit seiner Frau nach Zwickau, wo er 1946 starb.
Tante Liesel heiratete 1949 noch einmal. Sie starb mit 77 Jahren.

Steinpleis ist ein Stadtteil von Werdau. Er liegt 3 km südöstlich von Werdau zwischen Werdau und Zwickau. Der Ort befindet sich im Tal der Pleiße und im Flächennaturdenkmal "Römertal", einer Flusslandschaft mit seltenen Pflanzen- und Vogelbiotopen.
Den Ortsmittelpunkt bildete eine Wasserburg, wie aus einer Urkunde des Jahres 1416 der Schönfelser Burgherrenschaft entnommen werden konnte.
Während der Hussitenkriege würde Steinpleis im Jahr 1430 schwer verwüstet.
Im Jahr 1857/58 wurde an der Stelle der ehemaligen mittelalterlichen Wasserburg das noch heute existierende Schloss Untersteinpleis erbaut. Es ist im Stil der englischen Tudorgotik mit Turm und Zinne gebaut und gehörte zunächst der Familie von Römer.
Franziskus Oswald von Römer ließ den Wallgraben trockenlegen und begann mit dem Bau des heutigen Herrenhauses, das als Steinpleiser Schloß bezeichnet wird. Der Bau ist mit Zinnen und Schmuckgiebeln versehen und ein hoher Turm überragt die gesamte Anlage.

Quelle: wikipedia


Schloß Steinpleis und seine Besitzer:
~ als Herrensitz erwähnt um 1350
~ Erwähnung in einer Urkunde der Schönfelser Burgherrschaft als
   Wasserburg 1416
~  Während der Hussitenkriege wurde Steinpleis im Jahre 1430 verwüstet.
~ Aus den einzelnen Ortsteilen Steinpleis entwickelte sich später u.a. das
   Rittergut Unter-Steinpleis. Von 1438 –1448 besaß Conrad von Reudnitz
   das Rittergut
~ von ihm ging das Rittergut Unter-Steinpleis bis 1470 an die Herren von
   Carlowitz über

 von Römer (1432-n. 1867), adelige Familie seit 1470
 ~ Martin (*1432; + 5. April 1483). Er stammt aus dem süddeutschen Raum. 
   Er war mit Catharina Tretwein, der Tochter des Zwickauer Patriziers und
   Ratsherrn Hans Tretwein verheiratet. Seit 1462 besaß Martin Römer das
   Bürgerrecht. Er gilt als eigentlicher Begründer des Schneeberger
   Silberbergbaus. Martin von Römer war Amtshauptmann zu Zwickau und
   Berghauptmann von Schneeberg. Er verwendete einen Großteil seines
   Reichtums zum Wohle seiner Heimatstadt Zwickau in Sachsen in verschiedenen Stiftungen. Er stiftete u.a. über 4800 Gulden zum Anlegen des Schwanenteichs als Löschwasserteich. Er spendete erhebliche Geldmittel zur Errichtung des
   Wohlgemut-Altars in der Zwickauer Marienkirche.

  Nach ihm ist die "Martin-Römer-Ehrenmedaille" benannt, die in Zwickau
  an Persönlichkeiten verliehen wird, die sich durch erfolgreiches Wirken
  und Eintreten für das Wohl oder Ansehen von Stadt und Bürgerschaft
  besondere Verdienste erworben haben.

Von den Herren von Carlowitz erwarb Martin Römer 1470 die vorhandenen Rittergüter. 400 Jahre prägte die Familie von Römer die Ortsgeschichte.
   Am 5. Februar 1470 wurde Martin Römer und seinem Bruder Niklas durch
   einen kaiserlichen Wappenbrief Friedrichs III. der Adelstitel verliehen.
   1476 wurde er durch Herzog Albert des Beherzten von Sachsen anlässlich einer gemeinsamen Wallfahrt nach Rom und Palästina in Jerusalem in der Kirche zum heiligen Grab zum Ritter geschlagen, am 6. Februar 1476 folgte für die beiden Brüder Martin und Niklas die kurfürstlich und herzoglich-sächsische Belehnung mit Steinpleis und Niederalbertsdorf .
   Martin blieb kinderlos. Er vermachte in seinem Testament all seine Güter
   seinem Bruder Niklas.
~ Niklas (Niclo, Nicolaus) (* um 1435; + 7. Nov. 1493 in Zwickau),
  Zwickauer Kaufmann, Bruder von Martin, Stammvater aller später
  auftretenden von Römer
~ Martin (+ 1518), Sohn von Niklas (Ahnherr der jüngeren Steinpleiser
   Linie), besaß die Güter bis zu seinem Tod zusammen mit Caspar
~ Peter (+ 1503) Meßpriester zu Zwickau
~ Hans (+1502), blieb kinderlos
~ Georg
~ Wolf (Ahnherr einer weiteren Linie derer von Römer)
~ Caspar (+ 1550) bis 1529
~ Adam (+ 1614)
~ Hans Heinrich besaß die Güter bis 1633
~ Hans Ernst (+ 1667) besaß die Güter bis zu seinem Tod 1667
~ Hans Friedrich (+ 1694)
~ Wolf Joachim (+ 1722)
~ Wolf Heinrich (+ 1775)
~ Hans August (+ 1828)
~ Franziskus (Franz) Oswald (+ 1854) lies den Wallgraben trocken legen
   und begann mit dem Bau des Schlosses Steinpleis in Tudor-Gotik
~ Hermann Julius (* 1826). 
   Weiterführung des Baus des herrschaftlichen Schlosses auf der
   ehemaligen Wallinsel durch Hermann Julius von Römer 1850-1858. 
   Anstelle der früheren Wasserburg lies er das Schloß Steinpleis im
  Tudorstil errichten.

  Steinpleis, 2 Stunden westlich von Zwickau, wurde mit seinen
  verschiedenen Rittergütern später in die Teile Obersteinpleis mit
  Weissenbrunn, in Untersteinpleis mit der Burg Steinpleis und in
  Niedersteinpleis unterteilt. 1815 umfassen alle Teile 160 Häuser und
  Gegen 900 Einwohner. In Obersteinpleis gibt es eine Schule, in die alle
  Kinder gehen und eine Kirche.
  Das Rittergut Untersteinpleis gehört 1815 Herrn Hans August von Römer.
  Dazu gehören 71 Häuser, mit Einschluß einer zum Rittergut gehörenden
  Mühle und 360 Einwohner.
  Unter den Einwohner gibt es 6 ganze, 9 halbe Hüfner, 6 Viertelshüfner, 48
  Häusler. Nur 34 Einwohner von Ober- und Untersteinpleis stehen nicht
  unter der Gerichtsbarkeit beider Rittergüter.
  Steinpleis gehörte von Alters her zu der großen Herrschaft Rabenstein.

  Am 21. November 1870 gegen 4:00 Uhr vernichtete ein Brand große Teile
  des Besitzes (drei Scheunen, zwei Stallgebäude, das Gesindehaus, den
  Pferdestall) weshalb Hermann Julius von Römer das Schloß Steinpleis
  Jahre später an Carl Arens  verkaufte.
  
~ Carl Franz Barromäus Arens (*1860) kaufte Schloß Seinpleis mit 80 ha
   Landbesitz 1908 von Hermann Julius von Römer
~ Familie Karl Rudolph kaufte Schloß Steinpleis 1939 von Carl Arens. Er
   wurde nicht enteignet, da der Besitz zu klein war. 1953 verlies Karl
   Rudolph die DDR

~ danach ging das Schloß Steinpleis in Staatsbesitz über.
   Nutzung des Schlosses als Internat für Lehrlinge (1953-1990),
   Zweigstelle des VEG Neumark und der staatlichen Mastprüfanstalt
   (Forschungseinrichtung) der DDR (1960)

~ Die Rückübertragung des Besitzes an die Erben der Familie Karl Rudolph
   erfolgte 1992, die es an einen Investor verkauften

~ Frank Andre Audilet kaufte Schloß Steinpleis 1998 von diesem Investor.
   Er sanierte das Schloß und lies den Park restaurieren (1998/1999 +
   2007). 
   Ab Juni 2011 verlegte er den Firmensitz seiner Fa. Global Real
   Estate (GRE AG) nach Schloß Steinpleis. Trotzdem blieb es in seinem
   Privatbesitz. Herr Audilet bot 2012 Schloß Steinpleis mit einer
   Grundstücksfläche von 22 900 m2 über ein Maklerbüro im Internet zum
   Verkauf an

~ die Familie von Römer, Dorothee und Benno von Römer - Gut Neumark im Vogtland/Sachsen - und Bert von Römer (in den USA (Texas)) erwarben über dieses Maklerbüro Schloß Steinpleis im Herbst 2014, um es in die ehemalige Eigentümer-Familie zurückzuführen

    
Quellen: wikipedia;  „Martin Römer“- freie Enzyklopädie-wikipedia;  E. Herzog: Martin Römer: Ein biographischer Beitrag zur sächsischen Culturgeschichte. In: Mittheilungen des königlich sächsischen Vereins für Erforschung und Erhaltung vaterländischer Geschichts- und Kunstdenkmale. Heft 14, Dresden 1865, S. 49–63 „Von Stein bis Wolkenburg“ Mahlerische Reisen durchs Zwickauer Muldenland;  Sachsens Reiseführer – Rundreise Sachsen;  Genealog. Taschenbuch der Ritter-u. Adelsgeschlechter, 4. Jahrgang, 1879;  Sachsens Schlösser;  GoMoPa;  Vermittlung historischer Immobilien OHG + Kundenreferenz;  Feuerwehr Steinpleis;  Vollständiges Staats-Post- und Zeitungslexikon von Sachsen von August Schumann: Elfter Band, ab S. 367; 
eigene Familienforschung, zusammengestellt von eki

Freitag, 11. März 2016

11. März 2016 - Wie der Name Gordon Westcott in meinen Familienstammbaum kam

Gordon Westcott 1903-1935

geboren am 6. November 1903 in Utah/USA als Myrthus Hansen Hickman. Vater: Josiah Edwin Hickman; Mutter: Helen Josephine Hansen,
begann seine Schauspieler Karriere auf der Bühne 1928 am Broadway.

Als Theater Schauspieler am Broadway (1928-1931):

Paging Danger (Comedy – 1931, written by Claire Carvalho and Leinghton Osmun).                             Eine Staton and McKay Produktion im BoothTheatre                                                                            (26. Febr.1931 bis ca. März 1931). Gordon Westcott als Shanley Jones

Room 349  (Drama – 1930, written by Mark Linder).                                                                           Eine Loyality Production, Inc., im National Theatre. (21. April 1930 bis May 1930)                             Gordon Westcott als Philip „Buffalo Phil“, Spitzel

The House of Fear (Farce, Mystery – 1929, written by Wall Spence).                                                  Eine Ray Production Inc., im Theatre Republic (7. Okt. 1929 bis Nov. 1929).                                   Gordon Westcott als Craig Kendall   
                                
The Great Neckar (Comedy – 1928, written by Elmer Harris).                                                              Eine Chamberlain Brown Production im Ambassador Theatre (6. März 1928 bis April 1928). Gordon Westcott als Hawkins


Er war als Filmschauspieler ein Vertragsschauspieler mit Warner Brothers und spielte in 37 Filmen zwischen 1928 und 1935 mit. Seine eigentliche Filmkarriere begann am 30. September 1932 mit dem Film „Herritage of the Desert“ (When the West was Young) in dem er den Snap Naab spielte.


Gordon Westcott als Snap Naab
Quelle: goolge Bilder
Gordon Westscott war ein begeisterter Polospieler (Polo = Ball). Sein Leben endete mit dem tragischen Unfall 1935 während eines Polospiels, als er bei diesem Spiel (in Hollywood) des Disney Teams (in dem Walt Disney mitspielte) gegen das MGM Team, einen Ball an den Kopf bekam. An dieser Kopfverletzung verstarb er. Bei dem Unfall fiel sein Pferd auf ihn.
Er hinterließ eine Frau und zwei Kinder, seine damalige 7jährige Tochter - Myrthas Helen Hickman - war die spätere Schauspielerin Helen Westcott, 1928-1998,  (die bereits als Kind in einigen (Märchen)-Filmen zu sehen war, u.a. auch in der Serie „Bonanza“).

Gordon Westcott spielte mit Schauspielern wie Cary Grant, Gary Cooper, Bette Davis, Loretta Young und James Cagney, sowie Ruth Chatterton.

Es war an einem Nachmittag im Garten meiner Cousine im sonnigen Kalifornien. Wir saßen alle zusammen und tauchten tief in unsere Familiengeschichte ein. Meine Cousine gehört der zweiten Generation derer an, die in den USA geboren sind. Mein Großvater und ihre Großmutter, die in Deutschland geborenen Geschwister, deren Familien sich aus den Augen verloren hatten, wurden an diesem Nachmittag fast so lebendig, als säßen sie mit uns am Tisch. 
Mein Großvater und zwei seiner Schwestern waren in Deutschland geblieben, ihre Großmutter, meine Tante Lotti, und drei Brüder in die USA ausgewandert. Tante Lotti war damals sechzehn Jahre alt. Der älteste Bruder, im Jahr 1907 bereits 28 Jahre alt, war ihr Begleiter auf der SS Amerika von Hamburg über Southampton und Cherbourg in die USA. Am 9. Februar 1907 erreichte das Schiff Ellis Island, New York. 
Zwei Jahre später, 1909  fuhr Tante Lotti wieder Richtung Cuxhaven für einen längeren Aufenthalt zurück nach Deutschland. Das Heimweh und die lange Trennung von ihrer geliebten Mutter, die sie so sehr vermisste, ließen sie diese Reisen antreten. Noch einmal machte sie sich 1911 auf die lange Fahrt zurück nach Deutschland. Diesmal mit dem Dampfer "Graf Waldemar" der Hamburg-Amerika-Linie als 3. Klasse Passagier.
Wieder zurück in den USA heiratete Tante Lotti 1916 einen jungen Mann, der so alt wie sie war und aus Wien stammte. 1918 kam ihre erste Tochter zur Welt. Die Mutter meiner Cousine war die Jüngste im Bunde der drei Mädels.
Ihr Einbürgerungsgesuch stellte Tante Lotti am 29. April 1946.

Die Großeltern väterlicherseits aus der Familie meines Cousins, dem Mann meiner Cousine, sind aus Schweden in die USA eingewandert. Sein Vater aber ist schon in New York geboren. 
Seine Mutter, seine Großmutter, sein Großvater mütterlicherseits, sie alle sind in den USA geboren. 

Ein Kind aus der ersten Ehe seiner Großmutter war Myrthus Hansen Hickman; der Schauspieler Gordon Westcott. Er war ein Großonkel meines angeheirateten Cousins.
Die Geschichte von Gordon Westcott hat uns an diesem Nachmittag noch lange beschäftigt. Ein junger Mann, der mit 32 Jahren sein Leben durch einen tragischen Unfall verlor. 
Der Filmproduzent Walter "Walt" Elias Disney, zu der Zeit selbst erst 34 Jahre alt, der an diesem Unglückstag mit seiner Mannschaft an dem Spiel mit dem unglücklichen Ausgang beteiligt war, hat danach nie wieder Polo gespielt. 

Die Tochter Gordon Westcotts, Myrthas Helen Hickman, die spätere Filmschauspielerin Helen Westcott, war damals erst sieben Jahre alt. 
Sie spielte 1934 in dem Western "Thunder over Texas" die Rolle der Betty "Tinty" Norton und 1935 spielte sie in der Komödie "The Affair of Susan" ein Mädchen. Der Film hatte am 1. September 1935 Premiere.

Da ihr Vater Gordon Westcott in Hollywood ein bekannter Filmschauspieler gewesen war, und sie schon als kleines Mädchen vor der Camera gestanden hatte, versuchte man sie mit Filmrollen zu beschäftigen, damit die Familie etwas Geld bekam.
So spielte sie z.Bsp. 1935 in der Filmkomödie "Ein Sommernachtstraum" die Spinnweb Elfe. 
Später war sie in vielen Filmen, auch in verschiedenen Filmen aus der TV-Serie "Bonanza", zu sehen. So zum Beispiel 1960 als Amanda Ridley (The Fear Merchants) und 1963 als Emily Colfax in (The Colonel).

Zurück in Deutschland haben wir uns einige Filme mit Gordon Westcott angesehen. Als erstes "Murder in the Clouds" und später noch "When the West was Young". 


       Liste der Filme mit Gordon Westcott

       1935:
Going Highbrow  = Gehen nach Highbrow, Regie: Robert Florey (als Sam Lang -1935)
This is the Life  = Das ist das Leben, Regie: Marshall Neilan (als Ed River - 1935). Mit Jane Withers. Eine Fox Film Corp.
Two-Fisted = Drei Wege, Regie: James Cruze (als George Parker -1935)
Bright Lights = Im Scheinwerferlicht, Regie: Busby Berkeley (als Wellington - 1935). Mit Ann Dvorak und Margaret Lindsay
Front Page Woman = Die Frau auf Seite 1, Regie: Michael Curtiz, (als Maitland Coulter - 1935). Mit Bette Davis, George Brent u.a.
Go Into Your Dance = Casino de Paris, Regie: Archie Mayo (als Fred - 1935). Produktion Warner Bros., First National Pictures
A Night at the Riz = Eine Nacht im Ritz, Regie: William C. McGann (als Joe Scurvin – 1935). Mit Allen Jenkins. Eine Warner Brothers Produktion
Die White Cockatoo, Regie: Alan Crosland (als Dr. Reboerts – 1935). Mit Ruth Donelly

1934:
Dark Hazard  = Dunkle Gefahren, Regie: Alfred E. Green (als Joe - 1934)
Fashions of 1934  = Liebe ohne Zwirn und Faden, Regie: William Dieterle (als Harry Bent - 1934). Mit Bette Davis, William Powell, Frank McHugh
Kansas City Princess, Regie: William Keighley (als Jimmy The Dude alias Frankie Smith - 1934). Mit Joan Blondell und Glenda Farrell
I’ve Got Your Number  = Ich habe Ihre Nummer, Regie: Ray Enright (als Nicky - 1934). Mit Allen Jenkins und Glenda Farrell. Eine Warner Bros. Prokuktion
Murder in the Clouds  =  Mord in den Wolken, Regie: Dr. Ross Lederman (als George 1934). Mit Ann Dvorak
The Case of the Howling Dog  =  Der Fall der Howling Dog, Regie: Alan Crosland, (als Arthur Cartwright - 1934). Mit Allen Jenkins
6 Day Bike Rider = Der Schrecken der Rennbahn, Regie: Lloyd Bacon (als Harry St. Clair – 1934). Mit Joe E. Brown
Call it Luck = Es Glück nennen, Regie: James Tinling (als „Lucky“ Luke Bartlett -1934). Eine Fox Film Corporation
The Circus Clown = Der Zirkusclown, Regie: Ray Enright  (als Frank – 1934). Mit Joe E. Brown
Fog over Frisco = Nebel über Frisco; Regie: William Dieterle (als Joe Bello – 1934). Mit Bette Davis und Margaret Lindsay.                                                                                                                              Der Film wurde in neun Ländern, darunter auch in Deutschland, im Kino gezeigt. Er hatte am 20. Februar 1986 seine TV-Premiere in Schweden und lief am 10. Juli 2010 im Nachmittagsprogramm der ARD (Einsfestival)
Registered Nurse, Regie: Robert Florey (als Jim Benton -1934). Mit Bebe Daniels in ihrer ersten Rolle in einer Warner Brothers Produktion

1933:
Footlight Parade  =  Parade im Rampenlicht, Regie: Lloyd Bacon (als Harry Thompson - 1933). Mit James Cagney, Joan Blondell und Ruth Donelly
The Working Man  = Der Arbeiter, Regie: John G. Adolfi (als Fred ‚Freddie‘ Pettison - 1933). Mit Bette Davis und George Arliss
Girl Trouble = Mädchen-Problem, Regie: Edward F. Cline (als Short – 1933). Mit Harry Pollack, Neely Edwards, Barbara Rogers
The World Changes = Die Welt verändert sich, Regie: Mervyn LeRoy  (als John Nordholm – 1933). Eine Warner Brothers Procuction
Voltaire, Regie: Alfred E. Green (als Der Kapitän – 1933). Eine Warner Brothers Procuction
Private Detective 62 = Der Detektiv und die Spielerin, Regie: Michael Curtiz („Casablanca“) (als Tony Bandor – 1933). Mit William Powell („Der Dünne Mann“), mit Margaret Lindsay und Ruth Donelly. 
 Warner Brothers Pictures; der Film kostete $260,000                                                                 (2.Synchro TV 1996, Studio Hamburg Synchron, Deutscher Synchronsprecher: Matthias Grimm).                Der Film wurde im Fernsehen in 3sat am 8. November 2010 im Nachtprogramm gezeigt. 
Lilly Turner, Regie: William A. Wellman (als Rex Durkee – 1933). Mit Ruth Chatterton
He Learned About Woman = Er erfuhr von Frauen, Regie: Lloyd Corrigan (als Eddie Clifford – 1933)
The Crime of the Century = Das Verbrechen des Jahrhunderts, Regie: William Beaudine  (als Gilbert Reid – 1933)

1932:
Heritage of the Desert (When the West was Young), Regie: Henry Hathaway (als Snap Naab – 1932)
Heroes for Sale  = Helden zum Verkauf, Regie: William A. Wellman (als Lieutenant Roger Winston -1932).   Mit Loretta Young.                                                                                                           Heroes for Sale ist die Geschichte von Tom Holmes, einem Mann mit Prinzipien. Der ursprüngliche Arbeitstitel des Films war „Breadline“, aber er wurde auf den dramatischeren und bittereren Titel „Helden zum Verkauf“ geändert, um das Thema der Kriegsveteranen zu unterstreichen, die in Freidenszeiten ihren Lebensunterhalt nicht verdienen können
Convetion City  = Kongressstadt, Regie: Archie Mayo (als Phil Lorraine alias Frank Wilson - 1933). Mit Ruth Donelly, Frank McHugh, Joan Blondell und Adolphe Menjou.                                                             Die Produktionskosten betrugen $239,000, eingespielt wurden $77,500 .  Producer Henry Blake sagte später einmal: “Während einer Konferenz mit dem Leiter der Produktion, James Wingate, dem Leiter der Zensurbehörde von New York, .......zeigte der Film „Convention City"... ein ziemlich gewalttätig Bild. Im Film war der Umgang miteinander weitgehend mit Trunkenheit, Erpressung und Geilheit, und ohne besonders sympathische Zeichen oder Elemente gespielt worden. Da jeder Staat (in den USA) im Durchschnitt etwa zwanzig Schnitte an dem Film vonahm und trotz der Einwände gegen den Film, blieb „Convetion Cityein gefragter Film noch Jahre nach seiner ersten Veröffentlichung                                     Nach dem Produktionscode, gab es aber keine Möglichkeit, jemals einen Re-Release zu machen und Jack Warner war es müde von Fielding Anfragen zu bekommen, ihn ausleihen zu wollen. Jack Warner entschied, alle Ausdrucke des Films einschließlich des Originalnegativs und dem feinkörnigen Positiv zu verbrennen
Devil and the Deep = Die Frau im U-Boot, Regie: Marion Gering (als Lieutenant Toll – 1932). Mit Thallulan Bankhead, Gary Cooper, Charles Laughton und Cary Grant
Merrily we go to Hell, Regie: Dorothy Arzner = nicht im Abspann (als Party Boy – 1932). Mit Cary Grand, Sylvia Sidney, George Irving u.a. Eine Paramount Production
Love me Tonight = Schloß im Mond, Regie: Rouben Mamoulian, William Shea (als Credit Manager of the Association of Retail Merchants - 1932). Mit Maurice Chevalier und Janette MacDonald. Eine Paramount Production
Guilty as Hell, Regie: Erle Kenton = nicht veröffentlicht (als Dr. Goodman – 1932)

1931 / 1929 / 1928:
Enemies of Law = Feinde des Gesetzes, Regie: Lawrence C. Windom (als Blackie – 1931). Dieser Film wird als verloren vermutet
Queen Kelly = nicht veröffentlicht, unvollendeter Spielfilm, Regie: Erich von Stroheim (als Lackey 1928-1929). Das vorhandene Material von „Queen Kelly“ gilt trotzdem als Meisterwerk der Filmgeschichte. Ein Stummfilm mit englischen Untertiteln
Our Dancing Daughters, Regie: Harry Beaumont (MGM), (als Diana’s Party Friend - 1928)


 Quellen: Wikipedia,  IMDb,  Moviepilot,  film.io,  cinema.de.,  Kino.de, Streaming-Movies.xyz,  nndb.com/films,  synchronkartei.de, onlinestream.ch/film,  vollfilm.com,  mytimes.com/movie,  ibdb.com,
eigene Familienforschung